Reise Informationen
Bolivien
Bolivien liegt im westlichen Südamerika. Angrenzende Länder sind Peru, Brasilien, Paraguay, Argentinien und Chile.
| Flagge | |
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | La Paz (Regierungssitz); Sucre (nominelle Hauptstadt und Sitz des obersten Gerichtshofs) |
| Staatsform | Präsidialrepublik |
| Währung | Boliviano (BOB), umgangssprachlich Peso |
| Fläche | 1,1 Mio km² |
| Bevölkerung | 8,72 Mio |
| Amtssprache | Spanisch, Quechua, Aymara |
| Religion | Römisch-Katholisch 95%, Protestantisch (Evangelikalische Methodisten) |
| Telefonvorwahl | +591 |
| Internet TLD | .bo |
| Zeitzone | MEZ-5h |
Regionen

- Das Altiplano ist eine Hochebene in Westbolivien, auf etwa 3.500-4.000 m Höhe, im Westen von den Anden begrenzt. Es war das traditionelle Zentrum der Urbevölkerung und bietet die meisten Städte und Sehenswürdigkeiten.
- Die Amazonasregion Boliviens liegt im Norden des Landes. Sie ist ein dünn besiedeltes Regenwaldgebiet mit einigen von der Landwirtschaft geprägten Regionen.
- Die Yungas sind die Täler und Berghänge zwischen dem Altiplano und der Amazonasebene. Sie sind von subtropischem Regenwald bedeckt.
- Die Llanos in Südostbolivien sind eine weite Ebene, die von Trocken- und Feuchtwäldern geprägt wird und heute zum großen Teil landwirtschaftlich genutzt wird. Hier befindet sich die Stadt Santa Cruz de la Sierra.
Städte
- La Paz (ca. 1,8 Mio. Einwohner), Regierungssitz und größte Stadt Boliviens, gelegen malerisch in einem Bergtal
- Sucre (250.000 Einwohner), die offizielle Hauptstadt
- Santa Cruz de la Sierra (1,3 Mio. Einwohner), zweitgrößte Stadt Boliviens und Zentrum der Wirtschaft und Industrie
- Cochabamba (750.000 Einwohner), drittgrößte Stadt, gelegen am Fuß der Voranden
- Oruro (300.000 Einwohner), Metropole Südwestboliviens, mit einem berühmten Karneval
- Potosà (175.000 Einwohner), als "Stadt des Silbers" bekannte höchstgelegene Großstadt der Welt und größte Stadt Südboliviens, mit dem prächtigsten kolonialen Zentrum Lateinamerikas
- Tarija (90.000 Einwohner), im Süden nahe der Grenze zu Argentinien, bekannt als "europäischste" Stadt Boliviens.
Weitere Ziele
- Salar de Uyuni, größte Salzpfanne Amerikas, auf der Hochebene gelegen
- Titicacasee, größter See Südamerikas, beeindruckend auf der Hochebene gelegen
Hintergrund
Bolivien ist eines der Länder Südamerikas, in dem die vorkolumbianischen Traditionen noch am lebendigsten sind. Es gibt unzählige Relikte der Inka-Zeit, die besucht werden können und einen guten Einblick in diese Kultur geben können. Aber auch die Menschen, von denen die Mehrheit indianische Vorfahren haben, leben vor allem in den ländlichen Gegenden immer noch nach den Sitten und Bräuchen längst vergangener Zeiten, wie dem Pachamama-Kult, eine kuriose Mischung aus indianischen und christlichen Elementen. Ein überall beliebtes Fest ist der lebendige, farbenfrohe Karneval, der sein eigenes Gepräge hat und oft auf dem Land die einzige Ausrede der Menschen für eine Woche Trinken, Feiern und sexuelle Eskapaden ist.
Die Reisenden erwartet aber auch eine spektakuläre Natur. Von Regenwald bis Wüste gibt es so gut wie alles, zu den Attraktionen gehören Bergriesen, kuriose Felsformationen, spektakuläre, vielfarbige Täler und unvorstellbar weite Ebenen mit Salzpfannen. Auch die koloniale Architektur der Städte ist äußerst sehenswert, insbesondere das spektakuläre Zentrum der ehemaligen Silberstadt PotosÃ.
Wirtschaftlich gehört das Land zu den ärmeren Ländern des Subkontinents. Die Schere zwischen Arm und Reich ist sehr hoch: Während die Elite einen westlich orientierten, verschwenderischen Lebensstil führt, fehlt es den Armen, zu denen laut offiziellen Statistiken mehr als 60% der Bevölkerung gehören, oft am Notwendigsten. Auf dem Land ist die Subsistenzwirtschaft noch weit verbreitet. Die Menschen dort denken noch nicht an Nachhaltigkeit.
Anreise
Flugzeug
Flughäfen mit internationalen Verbindungen gibt es in La Paz und Santa Cruz de la Sierra. Der Flughafen von La Paz, El Alto, ist die Drehscheibe des nationalen und internationalen Verkehrs und wird auch von Europa angeflogen. El Alto ist wie der Name schon sagt sehr hoch gelegen. Empfindliche Zeitgenossen sollten eher ViruViru in Santa Cruz den Vorzug geben, dieser liegt tiefer und somit gibt es weniger gesundheitliche Probleme. Es landen u.a. American Airlines und LAB
Bahn
Es gibt derzeit keine internationalen Bahnverbindungen. Von Argentinien kommend kann man aber im Grenzort Villazón gleich in den Zug Expreso del Sur Richtung Norden (bis Oruro) einsteigen, was eine gute Alternative zum Bus darstellt.
Bus
In fast allen Fällen muss man einen Bus zum Grenzort nehmen und dann nach der Grenzüberquerung umsteigen, da ausländische Busse nicht nach Bolivien fahren. Durchbuchen aus dem Ausland nach Bolivien ist zwar möglich, aber weniger zu empfehlen, da die mangelhafte Kommunikation dazu führt, dass z.B. Tickets einfach nicht akzeptiert werden.
Auto
Wer mit dem Auto nach und durch Bolivien reisen möchte, sollte unbedingt ein geländetaugliches Fahrzeug besitzen, da die meisten Straßen unbefestigt sind. Trotzdem wird für viele Strecken Maut verlangt. Bei der Einreise muss das Auto angemeldet werden (hoja de ruta verlangen), was zwei bis drei Tage dauern kann und deswegen am besten schon vorher in der bolivianischen Botschaft des Herkunftslandes erledigt werden sollte.
Mobilität
Reisen ist in Bolivien zu Land sehr günstig. Oftmals kommt man für wenige Euros einige hundert Kilometer weit. Jedoch sollte man einiges an Zeit mitbringen. Es kommt nicht selten vor, dass für 300 Kilometer 10 Stunden gebraucht werden.
Größere Flughäfen finden sich nur in größeren Städten. Viele kleine Städte haben Landebahnen, die von kleineren Maschinen häufig mindestens ein Mal am Tag angeflogen werden. Dabei handelt es sich teilweise um Graspisten, was den Flugverkehr dort leider extrem wetterabhängig macht.
Mit der Bahn zu reisen ist ein echtes Erlebnis, welches einem aber auch sehr viel Zeit rauben kann. Zur Zeit ist nur die Strecke Oruro - Uyuni - Tupiza - Villazón in Betrieb, die bei weitem empfehlenswerter ist als die respektive Busstrecke.
Der Bus ist das meistgenutzte Verkehrsmittel der Einheimischen. Busse fahren zwischen allen Städten in ganz Bolivien hin und her, benötigen dafür aber auch ihre Zeit und Pannen, da das Straßennetz meist schlecht ist. Wer viel Komfort gewöhnt ist, muss hier oftmals einiges zurückstecken, da diese recht alte Sitze mit verhältnismäßig schlechter Polsterung und wenig Platz besitzen. Busse haben generell auch keine Toiletten, man sollte also die wenigen Stops nutzen und am besten auf der Fahrt wenig trinken!
Trampen ist in Bolivien nicht üblich. Die Einheimischen halten zwar Lastwägen an, die aber Geld fürs Mitnehmen verlangen, etwa die Hälfte des Buspreises. Manchmal sind diese Lastwägen die einzigen vorhandenen Verkehrsmittel.
Sprache
Spanisch ist die Verkehrssprache Boliviens. Neben Spanisch werden noch zwei indianische Sprachen, Ayamara (ca. 1,5 Millionen der Einwohner) und Quechua (ca. 2 Millionen der Einwohner), gesprochen.
Neben diesen zwei indianischen Sprachen findet man vor allem im tropischen Tiefland circa 30 verschiedene ethnische Gruppen wie z.B: die Ayoreo, Aruak, Chiriguano oder Mojo, die ihre eigene Sprache sprechen.
Kaufen / Geld
Die offizielle Währung ist der "Boliviano".
1 Boliviano = 100 Centavos 1 Bolivianischer Boliviano = 0.09965 Euro 1 Euro (EUR) = 10.03487 Bolivianischer Boliviano (BOB)
In Bolivien verdienen die Einwohner ihr Geld montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr, zumindest in den Regierungen und öffentlichen Büros. Die sonst üblichen Geschäftszeiten sind Montag bis Freitag 9.30 Uhr bis 13.00 Uhr und von 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr, einzelne Läden haben auch bis 21.00 oder 22.00 Uhr auf, wenige jedoch die ganze Nacht. An Samstagen ist von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr oder länger geöffnet. Banken und Wechselstuben öffnen Mo-Fr von 8.30-18.00 Uhr, Sa 10.00-13.00 Uhr.
Es ist zu beachten, dass es nur in den größten Städten Supermärkte gibt. In allen anderen Gegenden ist man immer noch auf Tante-Emma-Läden und vor allem auf Märkte angewiesen. Ein Besuch dieser Märkte ist jedoch ein Erlebnis für sich, da hier alles Erdenkliche angeboten wird. Kurios sind vor allem die religiösen Artefakte, z.B. Lama-Föten zum Opfern.
Küche
Die Bolivianer essen besonders in den höher gelegenen Gegenden sehr pikant, doch oft werden die entsprechenden Gewürze und Saucen extra auf den Tisch gestellt. Achtung: Sie sind wirklich scharf!
Beliebte Spezialitäten sind picante de pollo (Hähnchen mit Paprikagemüse und Reis) und ähnliche Gerichte mit Rind- Schaf- und Lamafleisch. Pique Macho ist eine Mischung aus Hackfleischbällchen, Würstchen, Reis und Gemüse. Humitas sind Maisbrei eingewickelt in Maisblätter. Salteñas sind den argentinischen Empanadas vergleichbare, gefüllte Teigtaschen.
Es gibt grob gesagt drei Arten von Restaurants: einmal die internationaler Prägung und Küche, in der nur die Reichen sich das Essen leisten können und die es nur in Großstädten gibt. In Touristenorten gibt es auch speziell auf ausländische Gäste ausgerichtete Lokale wie z.B. Pizzerias und Fast-Food-Lokale amerikanischen Stils, die ebenfalls vom Preisniveau eher hoch sind. Dann gibt es einfachere Lokale, in der vor allem Einheimische essen, und in denen regionale Spezialitäten angeboten werden. Diese sind sehr günstig und oft kann man sich mit den Kellnern unterhalten und so Kontakt zu Einheimischen knüpfen. Zum dritten gibt es auf allen Märkten auch Esskantinen. Sie sind vom Preis her konkurrenzlos günstig, jedoch von der Hygiene her manchmal bedenklich. Wenn man einen empfindlichen Magen hat, sollte man dort also nicht essen.
Ausgehen
Die Bolivianer gehen sehr gerne zum Tanzen aus. Jede Kleinstadt hat Bars und Diskotheken. Insbesondere Karaoke-Bars sind bei den Bolivianern sehr beliebt. Folklore-Peñas und Folklore-Events findet man ebenfalls sehr häufig, wo die traditionelle andine Folkloremusik gespielt wird. "Lounges" europäischer Prägung findet man dagegen nur in großen Städten.
In den Diskotheken wird Musik aller Musikrichtungen gespielt. Selbst in kleinen Dörfern kann man Hip Hop oder Industrial hören. Am beliebtesten scheinen aber lateinamerikanische Musikstile wie Salsa, Merengue, Cumbia und Cuarteto zu sein; auch Latin Hip Hop ist häufig.
Gewöhnungsbedürftig ist, dass es in vielen Diskotheken in kleineren Städten keinen Alkoholverkauf gibt, stattdessen einen Stand, an dem man Lutscher und Bonbons kaufen kann. Manchmal wird das Alkohol (meist nur Bier) auch direkt auf der Tanzfläche aus einer Kühltruhe verkauft. Kurios auch die Art in einer Disco zu tanzen: Getanzt wird generell in Reihen, man stellt sich also in eine Reihe und sucht sich dann aus der gegenüberliegenden Reihe einen Partner aus. Findet man keinen, läuft man in Kreisform um die Reihen der Tänzer herum und sucht sich einen neuen. Man sollte es aber mit dem "Anbaggern" nicht übertreiben, da die Bolivianer generell eher konservativ eingestellt sind. Das mit dem reihe-tanzen ist nur in ländlichen Regionen der Fall, in moderneren Städten wie Santa Cruz sicherlich nicht. Das Bolivianer generell konservativ sind lässt sich nicht sagen, wie immer ist der EInfluss der kath. Kirche sehr hoch, das ist aber in anderen Ländern LatAms auch nicht anders
Schlafen
Insgesamt sind Hotels, Pensionen und andere Unterkünfte sehr günstig und in den Touristenorten und Städten auch oft komfortabel. Auf dem Land findet man oftmals auch sehr abenteuerliche Unterkünfte vor, von diesen sollten man sich aber nicht abschrecken lassen, da die Freundlichkeit sowie das Essen meist unschlagbar sind.
Camping ist in Bolivien wenig beliebt. Es gibt nur sehr wenige organisierte Campingplätze, freies Camping ist aber auf privaten Grundstücken z.B. von Bauern bei Nachfrage meist kein Problem. Diese Gastfreundschaft sollte man mit kleinen Geschenken oder etwas Geld honorieren.
Bildung
In Bolivien besteht seit 1998 eine achtjährige Schulpflicht, diese wird von öffentlichen und privaten Geldern finanziert. Gute Schulen befinden sich hauptsächlich in Großstädten wie Sucre, La Paz, Cochabamba oder Santa Cruz.
Die ländliche Bevölkerung erhält meist wenig bis keine Bildung, etwa 15% aller Bolivianer sind Analphabeten. Dies liegt daran, das die Kinder häufig die Schule schnell verlassen, um auf dem Bauernhof der Eltern mitzuhelfen.
Arbeiten
-->Sicherheit
In touristischen Städten gibt es viele Taschendiebe. Man sollte sehr gut auf sein Gepäck sowie Wertsachen aufpassen und sich nie von einheimischen Personen auf der Straße ablenken lassen, da dies meist Tricks zum Beklauen sind. Insbesondere an Busbahnhöfen oder Bahnstationen sollte man besonders aufpassen. Meiden sollte man auch besonders arme Vororte von Großstädten, besonders berüchtigt ist El Alto bei La Paz.
Geld sollte auch niemals auf der Straße, sondern lediglich in den Wechselstuben gewechselt werden, da man fast nur Scheine erhält und die Anzahl dieser meist nie mit dem eigentlichen Wechselkurs übereinstimmt. Die Wechsler sind dann aber schon längst verschwunden, wenn man mit dem Nachzählen fertig ist.
Trotz dieser Risiken ist die Kriminalitätsrate vergleichsweise niedrig und eine der niedrigsten in ganz Südamerika. Insbesondere bewaffnete Überfälle sind sehr selten.
Seit Jänner 2006 war Bolivien allerdings mehrfach in den österreichischen Medien in Zusammenhang mit der Entführung zweier Österreicher und weiterer Trickbetrügereien durch falsche Polizisten.
Gesund bleiben
Die medizinische Versorgung ist in Großstädten im allgemeinen sehr gut. Jedoch sollte man Bargeld zur Verfügung haben, da eine Abrechnung direkt über die Krankenkasse oder andere Versicherungen meist nicht möglich ist. In ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung recht schlecht. Wer im Hochland Probleme mit der dünnen Luft hat, sollte immer ein Sauerstoffgerät bei sich führen.
Um die Wirkung der sog. Höhenkrankheit einzudämmen (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen), hilft es Wunder, eine Tasse Cocatee (Mate de coca) zu sich zu nehmen. Er hat keinerlei berauschende Wirkung, ist sehr gesund und man bekommt ihn an jeder Ecke. Ansonsten gilt: Langsam gehen, besonders bei Steigungen. Wer empfindlich ist, sollte auf keinen Fall mit dem Flugzeug auf die Hochebene anreisen, sondern in Bus oder Bahn und in Etappen.
Klima
Das Klima ist allgemein subtropisch bis tropisch, die Temperaturen und Niederschlagsmengen hängen aber von der Höhenlage ab.
Auf dem Altiplano, der Hochebene, ist es das ganze Jahr über kühl mit großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Meist hat es tagsüber 25 Grad oder mehr und nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Regenzeit ist allgemein im Sommer, südwestlich von Potosà ist das Klima aber sehr trocken.
Die Llanos, die Ebenen Südostboliviens haben ein subtropisches Klima mit sehr heißen Sommern (tagsüber 35°-40°C) und milden, frühlingshaft warmen Wintern (20°-30°C). Auch hier fällt meist nur im Sommer Regen, nur an den Berghängen der Yungas, der Übergangsregion zum Altiplano regnet es auch im Winter häufiger.
Nordbolivien liegt in der tropischen Amazonasebene. Regen fällt häufig das ganze Jahr über und es gibt kaum Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter, zu allen Jahreszeiten kann man mit 25°-35°C am Tag und einer hohen Luftfeuchtigkeit rechnen. Dafür wird es fast nie heißer als das.
Respekt
Beim Fotografieren gilt es besonders achtsam zu sein. Einige Einheimische, vor allem die Indios, sind dem Fotografieren gegenüber noch immer skeptisch. In touristischen Städten ist das Fotografieren von Personen meist kein Problem, wenn man vorher fragt "puedo hacer un foto de usted?". Vielleicht sollte man noch ein paar Münzen bereithalten, vorsicht jedoch, weil man damit auch jemanden beleidigen kann.
Indianer sollten nie "Indios" genannt werden, da dies als ähnlich rassistisch wie etwa "Nigger" in den USA gilt! Zu ländlichen Indianern sagt man campesinos ("Bauern").
Insgesamt kleiden sich die Bolivianer vor allem in Städten oft ziemlich formell und schick - insbesondere die Jugend. Auf dem Land findet man dagegen häufig traditionelle Kleidung vor. Gegenüber Nacktheit sind die Bolivianer wie die meisten Südamerikaner auch ziemlich konservativ.
Kommunizieren
Wie auch in vielen anderen armen Ländern der Welt gibt es auch in Bolivien in nahezu jedem kleinem Dorf ein Internetcafe oder zumindest eine Telefonzelle mit Faxgerät. Für die Einheimischen sind diese Kommunikationsmittel meist der einzige Weg sich schnell und unkompliziert mit der "Außenwelt" zu verständigen.
Die Verständigung mit den Einheimischen funktioniert auch wunderbar mit geringen Spanischkenntnissen, da diese sehr geduldig sind und sich leicht das wichtigste mit Händen und Füßen klären lässt. Schwierig wird es erst, wenn man in Konflikte mit der Polizei gerät, da diese meist auch kein Englisch sprechen.
