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Reise Informationen

Bosnien und Herzegowina

Europa : Südeuropa : Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina liegt in Südeuropa, Europa.

Flagge
Kurzdaten
HauptstadtSarajevo
Staatsform Bundesrepublik (Föderal)
Währung Konvertible Mark (KM)
Fläche 51.100 km²
Bevölkerung 4,01 Mio
Amtssprache Bosnisch, Kroatisch, Serbisch
Religion Muslimisch 40%, Orthodox 31%, Römisch-Katholisch 15%, andere 14%
Telefonvorwahl +387
Internet TLD .ba
Zeitzone UTC+..

Regionen

Karte von Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina ist in zwei Entitäten, die serbische Republik Republika Srpska und die Föderation Bosnien und Herzegowina (bosnische Muslime und Kroaten), eingeteilt. Hinzu kommt der gemeinsam verwaltete Distrikt Brcko.

Städte

Weitere Ziele

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Hintergrund

Bosnien und Herzegowina ist eine ehemalige jugoslawische Republik, die nach dem Zerfall Jugoslawiens 1991 in einem blutigen Bürgerkrieg bis 1995 umkämpft war. Mit dem Friedensvertrag von Dayton 1995 wurde dieser Staat aus drei verfeindeten Parteien geschaffen. Um überhaupt funktionsfähig zu sein, bedurfte die Union eines ausgeklügelten Verfassungsrahmens und der Kontrolle durch einen Beauftragten der internationalen Gemeinschaft. Inzwischen scheint das Gebilde einigermaßen stabil, von touristischen Reisen wird heute durch das deutsche Auswärtige Amt nicht mehr abgeraten.

Anreise

Die Einreise ist mit Reisepass oder Personalausweis möglich. Ein Visum wird nicht benötigt. Für ausländische Staatsangehörige besteht eine Meldepflicht bei einer Polizeibehörde. Diese wird bei Unterkunft in einem Hotel von diesem übernommen. Technische Geräte müssen (in größeren Mengen) bei der Einreise registriert werden - die Ausfuhr ist entsprechend nachzuweisen.

Flugzeug

Es gibt 3 internationale Flughäfen in Bosnien und Herzegowina: Sarajevo, Mostar und Tuzla. Hauptflughafen ist der internationale Flughafen (Aerodrom) in Sarajevo, der von jeder europäischen Metropole zu erreichen ist. Des weiteren gibt es einen Flughafen in Banja Luka, der jedoch fast ausschließlich für innerbosnische und Flüge nach Serbien und Montenegro genutzt wird.

Bahn

Seit einigen Jahren besteht von Sarajevo nach Zagreb eine Bahnverbindung. Die Bahnverbindung führt von Sarajevo über die Bosnisch Serbische Republik und Banja-Luka nach Zagrab (Kroatien).

Bus

Es besteht ein gut ausgebautes Netz von Buslinien in Bosnien und Herzegowina. Jede Stadt innerhalb des Landes ist mit regelmäßigen Verbindungen zu erreichen. Aus Sarajevo, Mostar, Zenica, Tuzla, Bihać und Banja Luka fahren regelmäßig Busse in die Nachbarländer und ins fernere europäische Ausland. Die Busse sind allgemein sehr preiswert. So zahlt man für eine achtstündige Busfahrt von Belgrad nach Banja Luka umgerechnet lediglich 16 Euro. Eine Fahrt von Banja Luka nach Wien kostet umgerechnet 35 Euro. Der Busbahnhof in Banja Luka befindet sich ebenso wie der unmittelbar abgeschlossene Bahnhof an der äußersten Peripherie der Stadt. Die Innenstadt ist per Taxi oder mit etwa halbstündigem Fußmarsch zu erreichen. Innerhalb Sarajevos gibt es unzählige Buslinien, die häufig völlig überfüllt sind, aber dennoch ihren Zweck erfüllen.

Auto

Mit dem Auto nach Bosnien-Herzegowina zu fahren, ist ohne Klimaanlage anstrengend, denn die Sommer in diesem Land sind oft sehr heiss. Die Grüne Versicherungskarte ist bei der Einreise vorzulegen; sie gilt für ganz Bosnien und Herzegowina. Die Strassen sind durch den Krieg sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, allerdings sind manche auch wieder gut befahrbar. Die Straßen sind meist nur zweispurig. In Zukunft soll es eine Autobahn von 330 km Länge durch Bosnien geben. Achtung! In der Republika Srpska ist die Beschilderung der Straßen und Orte bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich in kyrillischer Schrift.

Schiff/Meer

Bosnien-Herzegowina hat einen ca. 20 km langen Zugang zum Meer.

Mobilität

In Bosnien und Herzegowina besteht für Autofahrer die Verpflichtung, rund um die Uhr das Licht angeschaltet zu lassen. Geschieht dies nicht, ist ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 KM (Konvertiblen Mark) bzw. 10 € fällig. Man sollte sich von der Tatsache, dass viele in Bosnien und Herzegowina gemeldete Fahrzeuge diese Pflicht nicht ständig erfüllen, nicht ablenken lassen, da einige Polizisten insbesondere bei Touristen großen Wert auf die Einhaltung dieser Vorschrift zu legen scheinen. Des weiteren ist unbedingt ein Warndreieck, ein Satz mit Reservelampen und ein Abschleppseil mitzuführen. Ansonsten droht - je nach Ermessen der Polizei - ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20-40 KM.

Sprache

Serbokroatisch war früher die gemeinsame Sprache des Staates. Inzwischen haben sich die kroatische und die serbische Sprache etwas auseinanderentwickelt. Die wichtigsten touristischen Redewendungen "Guten Morgen" (Dobro jutro), "Guten Tag" (Dobar dan), "Guten Abend" (Dobra večer), "Auf Wiedersehen" (Do viđenja), "bitte" (molim) und "danke" (hvala) sind aber nach wie vor in beiden Teilen anwendbar. In der Republika Srpska empfehlen sich insbesondere für Individualreisende Grundkenntnisse der Landessprache, da englisch und deutsch nicht sehr verbreitet sind.

Kaufen

Offizielles Zahlungsmittel ist seit Sommer 1998 die Konvertible Mark (KM), die 1:1 an die Deutsche Mark und dementsprechend zum D-Mark-Kurs von 1,95583 KM für einen Euro an die europäische Währung gebunden ist. Allerdings wird vielerorts auch die Zahlung direkt in Euro akzeptiert. Der Geldumtausch ist in den größeren Orten problemlos möglich.

Küche

Die bosnische Küche ist sehr reichhaltig und abwechslungsreich. Hauptbestandteil ist gegrilltes Fleisch, Cevapcici, Burek, Salate und eine Vielzahl von österreichischen und orientalischen Süßpeisen. Es gibt mittlerweile jedoch auch - besonders in den Städten - viele internationale Restaurants.

Die bosnische Küche ist sehr schmackhaft und weitestgehend naturbelassen. Fast Food existiert fast gar nicht. In Bosnien wird viel und gern gegessen. Als Tourist kann man sich in jedem Lokal bedenkenlos niederlassen, auch wenn die sanitären Anlagen vielerorts sehr zu wünschen übrig lassen. In den Altstädten sollte man unbedingt eine der zahlreichen Cevabdzinicas besuchen. Dort gibt es original Cevapcici aus Rind- und Lammfleisch sowie Sudzukice - gegrillte Würstchen aus Lammfleisch. Es gibt auch ausgezeichnete Konditoreien, die oft noch nach alter österreichischer Tradition backen.

Der Kaffee (Kava) ist vielerorts Türkischer Mokka oder Espresso. Doch auch hier kann man mittlerweile Cappuccino bekommen. Filterkaffee ist gänzlich unbekannt. Es gibt sehr gute bosnische Biere, allen voran Sarajevsko Pivo.

Ausgehen

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Schlafen

In Bosnien gibt es in größeren Städten keine Probleme beim Übernachten, Hotels gibt es z.B. in Sarajevo, Banja Luka und Mostar.

Lernen

Schulpflicht besteht vom 7. bis zum 15. Lebensjahr. Universitäten gibt es in Banja Luka, Mostar und Sarajevo.

Arbeiten

Auch wenn sich die Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina stetig erholt, schätzt man die Arbeitslosenquote auf etwa 40 Prozent. Das BIP liegt bei ca. 1500 Euro

Feiertage

Termin Bajram Muslimischer Feiertag
Neujahr Xyz

Sicherheit

Wegen nach wie vor bestehender Minengefahr rät das deutsche Auswärtige Amt davon ab, die Straßen zu verlassen. Ferner sind Nachtfahrten durch das Land nicht ungefährlich. Nach UN Angaben sind bis zu 4 Millionen Landminen verlegt worden. Dazu kommt eine große Anzahl an Blindgängern, sogenannte UXO (engl. für unexploded Ordnance). Informationen hierzu findet man hier [1].

Gesund bleiben

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Klima

Das Klima in Bosnien-Herzegowina ist zur Küste hin mediterran. Die Sommer sind teilweise sehr heiss (bis zu 40 Grad) und im Winter ist es kalt.

Respekt

An Touristen werden keine besonderen Erwartungen diesbezüglich gestellt. Als Ausländer sollte man sich jedoch keinesfalls in nationalistische Diskussionen verwickeln lassen. Da in Bosnien drei Glaubensrichtungen vertreten sind, sollte man auch in Glaubensfragen sehr zurückhaltend sein. Die Wunden des Krieges sind noch nicht verheilt, und es gibt kaum jemanden, der nicht ein Opfer des Krieges in der Familie zu beklagen hat.

Die Vorstellungen von Sitte und Anstand sind in Bosnien und Herzegowina sehr hoch. Man wird kaum sehen, dass sich Leute öffentlich küssen oder sonstige Zärtlichkeiten austauschen. Die Menschen sind überwiegend sehr gastfreundlich, doch es muss hier auch ausdrücklich auf die Gefahr von Betrügern hingewiesen werden. Oft wird gebettelt, obwohl dies nicht erlaubt ist und geahndet wird. Es liegt im Ermessen jedes Einzelnen, etwas zu geben. Wenn sie als Ausländer eingeladen sind, ist es üblich die Schuhe vorher auszuziehen.

In den größeren Orten leben starke Minderheiten von Bosnisch-Herzegiwinische Sinti und Roma, die oft unter erbärmlichen Verhältnissen leben. Hinzu kommen etwa noch 500.000 Binnenflüchtlinge und Kriegsverletzte, die oft nicht vom kaum existierenden sozialen Netz gehalten werden.

Kommunizieren

Neben Münzfernsprechern in den grösseren Städten ist eine gute GSM Abdeckung gegeben. Internetcafes gibt es mittlerweile ebenfalls in den grösseren Städten.

Weblinks


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