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Reise Informationen

Falklandinseln

Südamerika : Falklandinseln

Die Falklandinseln sind ein Archipel aus 200 Inseln im Südatlantik. Sie liegen vor der Ostküste Südamerikas, stellen aber ein britisches Überseeterritorium dar. Die Inseln werden von Argentinien beansprucht und werden auf spanisch Islas Malvinas genannt.

Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt Stanley
Staatsform Überseeterritorium
Währung Falkländisches Pfund (FKP)
Fläche 12.173 km²
Bevölkerung 2.967
Amtssprache Englisch
Religion Anglikaner (Hauptreligion), Römisch Katholisch, Freie Kirchen, Zeugen Jehovas, Lutheraner u.a.
Telefonvorwahl +500
Internet TLD .fk
Zeitzone UTC-4h

Inseln

Karte der Falklandinseln

Das Leben auf den Falklands kann man zwischen dem Leben in Stanley oder dem Leben im "Feldlager" unterscheiden. Die zwei Hauptinseln sind Westfalkland und Ostfalkland. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere, aber sehr kleine Inseln. Die wichtigsten sind:

  • Sea Lion Island
  • Pebble Island
  • Saunders Island
  • Carcass Island
  • New Island
  • West Point Island

Städte

Den Begriff "Stadt" muss man auf den Falklandinseln relativ betrachten. Während Stanley etwa 2.000 Menschen beherbergt, leben in den übrigen Siedlungen nicht mehr als 20, wobei die Schafscherzeit eine Ausnahme darstellt.

  • Stanley - Haupt- und Hafenstadt.
  • Goose Green
  • Port Howard

Hintergrund

Da die Falklandinseln ein britisches Überseeterritorium darstellen, gehören sie gleichfalls zur Europäischen Union. Als Islas Malvinas von Argentinien beansprucht, waren sie 1982 Schauplatz eines Waffengangs zwischen beiden Ländern.

Obwohl sie bereits 1592 von einem englischen Seefahrer entdeckt wurden, fand der erste Landgang erst 100 Jahre später, im Jahre 1690 statt. Die erste Siedlung entstand nicht durch die Engländer, sondern durch die Franzosen. Zwei Jahre später wurden die Inseln an die Spanier abgetreten. Seitdem waren die Inseln immer wieder Gegenstand von Gebietsstreitigkeiten, zuerst zwischen England und Spanien, dann zwischen England und Argentinien. 1833 behauptete Großbritannien durch Errichtung einer Marinebasis seinen Anspruch. Am 2. April 1982 besetzte Argentinien die Inselgruppe. Sieben Wochen später antworteten die Briten mit einem militärischen Gegenschlag, der zum Abzug der Argentinier am 14. Juni 1982 führte.

Die Wirtschaft der Falklandinseln basierte früher auf der Landwirtschaft (hauptsächlich Schafzucht), heute ist der wichtigste Erwerbszweig jedoch die Fischerei. Inbesondere die Lizenzvergabe an ausländische Fischfangunternehmen, die in den fischreichen Gewässern um die Falklandinseln operieren. Mit 75 % Anteil am Gesamtertrag bilden Tintenfische den größten Anteil in diesem Erwerbszweig. Die Lizenzvergabe bringt der Inselgruppe jährlich 40 Mio $. Landwirtschaftliche Aktivitäten beschränken sich auf die Selbstversorgung, lediglich hochwertige Schafwolle wird exportiert. Bei Untersuchungen wurden Erdölvorkommen in der 200 Meilenzone rund um die Inseln entdeckt. Aber bisher hat eine Förderung noch nicht stattgefunden. Ein weiteres wichtiges wirschaftliches Standbein ist die Präsenz des britischen Militärs.

Der Tourismus wird stark gefördert und nimmt stark zu - 2001 gab es über 30.000 Besucher - hauptsächlich durch Kreuzfahrtschiffe. Die Mehrheit der Besucher kommt aus dem Vereinigten Königreich, es werden jedoch auch Versuche unternommen den Natur- und Abenteuertourismus attraktiver zu machen. Die Hauptsaison ist vom November bis zum März, das Angeln von Meerforellen ist aber besser außerhalb der Saison.

Reisende besuchen die Inseln meist wegen der landschaftlichen Schönheit und Unberührtheit der Inseln, sowie deren Flora und Fauna. Die Tierwelt besteht hauptsächlich aus Vögeln und Meerestieren. Dazu gehören fünf Pinguinarten, vier Seehundarten, Albatrosse, die Versicolorente, Geierfalken und der Falklandpieper, der nur hier und auf einigen Inseln um das Kap Horn zu finden ist. Tümmler und Delfine lassen sich oft beobachten, auch Wale sind gelegentlich zu sehen.

Die Landschaft ist felsig und hüglig, teilweise finden sich auch Moraste. Torf ist auf der ganzen Insel zu finden und stellt ein hohes Gefahrenpotential für Schwelbrände dar, die monatelang anhalten können. Die stark zerklüftete Küste bietet viele Naturhäfen. Die höchste Erhebung der Inseln ist der 705 Meter hohe Mount Usbourne.

Adresse der Touristeninformation:

  • Falkland Islands Tourism. Shackleton House, Stanley, Falkland Islands, Tel. 22215, Fax: 22619, E-Mail jettycentre@horizon.co.fk

Anreise

Alle Besucher der Falklandinseln müssen bei Einreise ein Rückreiseticket, Unterkunft und einen Nachweis über ausreichende Geldmittel vorweisen. Eine Kreditkarte wird als Beweis für vorhandene Mittel akzeptiert. Bürger der Europäischen Union benötigen zur Einreise kein Visum. Bei der Abreise wird eine Gebühr von 20 £ erhoben.

Flugzeug

Der Hauptflughafen ist Mount Pleasant (MPN), der gleichzeitig eine Militärbasis ist. Die einzigen internationalen Flugbetreiber sind LanChile mit einem wöchentlichen Flug von Santiago über Puerto Montt und Punta Arenas und die Royal Air Force (RAF), die zivile Fluggäste ab dem Flughafen Brize Norton (Oxfordshire) fliegt. Der Anflug aus England dauert achtzehn Stunden, einschließlich einem Zwischenstopp auf Ascension. Aus militärischen Gründen fliegt die RAF fliegt innerhalb von vier Wochen sechs mal.

Der Flughafen ist 56 km von Stanley entfernt. Die Falkland Island Tours & Travel (Tel. 21775, fitt@horizon.co.fk) bietet einen Shuttle-Bus an, der bei allen Landungen bereit steht und 13 £ pro Person kostet. Taxis können ebenfalls Reisende zum und vom Flughafen bringen.

Schiff

Während des ganzen (Süd-)Sommers legen im Hafen von Stanley Kreuzfahrtschiffe an. Einige Schiffe steuern auch die abgelegenen Inseln an.

Mobilität

Der Flugverkehr zwischen den Inseln wird von dem Falkland Islands Government Air Service (FIGAS) gewährleistet. Bei den Flugzeugen handelt es sich um Britten Norman Islander, die in der Lage sind, bis zu acht Passagiere samt Pilot zu transportieren. Die Passagierzahl kann jedoch von der Qualität der Landebahn abhängen. Außerhalb von Stanley bestehen die Landebahnen nur aus unbefestigten Pisten oder Grasebenen. Vor dem Start/vor der Landung können außerdem Verzögerungen auftreten, wenn sich Vieh auf der Landebahn befinden.

Zweimal täglich verlassen Flugzeuge mit einer Vielzahl von Zielen den Flughafen Stanley. Das Gepäcklimit liegt bei 14 kg (wird streng überwacht), für jedes zusätzliche kg wird eine Gebühr von 0,60 £ erhoben. Reservierungen sind erforderlich und sollten mindestens 24 Stunden vor dem Abflug erfolgen. Buchungen sind über Telefon (27219) oder E-Mail (fwallace@figas.gov.fk) möglich. Flugpläne werden erst in der Nacht vor dem Abflug bekannt gegeben und sind ebenfalls über Telefon oder Fax abrufbar. In den meisten Hotels werden jedoch auch Flugpläne, sobald bekanntgegeben, ausgehängt.

Die Preise variieren von Ziel zu Ziel. Beispielpreise vom November 2004:

  • von Stanley nach Sea Lion Island: 47,67 £
  • von Sea Lion Island nach Saunders Island: 54,16 £
  • von Saunders Island nach Pebble Island: 21,12 £
  • von Pebble Island nach Stanley: 53,57 £

Sprache

Die offizielle Sprache ist Englisch.

Kaufen

Die offizielle Währung ist das Falkländische Pfund (FKP). Diese Währung ist 1:1 an das Britische Pfund gekoppelt. Geld kann in Stanley in der einzigen Bank der Inseln getauscht werden - sie befindet sich gegenüber vom FIC West Store. Überall auf den Inseln wird jedoch auch das Britische Pfund akzeptiert, in Stanley zusätzlich Kreditkarten und US-Dollar. Auf den abgelegenen Inseln werden Kreditkarten höchstwahrscheinlich nicht genommen. Es ist daher ratsam, sich vorher bei den Eigentümern über die Zahlungsmethoden zu informieren.

Vor der Rückreise sollte man auf jedenfall falkländische Pfund zurücktauschen, da es nahezu unmöglich ist, falkländische Währung außerhalb der Inseln zu wechseln.

Essen

Die Küche auf den Falklands besteht vorrangig aus britischem Essen, sei also auf charakterloses und manchmal geschmackloses Essen gefasst. Gourmets sollten jedenfalls für sich selbst kochen.

Trinken

Während die Preise für fast alles durch hohe Importkosten sehr teuer sind, sind alkoholische Getränke gänzlich steuerfrei und damit preislich realtiv akzeptabel. Kneipen und Unterkünfte bieten eine großen Auswahl an alkoholischen Getränken.

Schlafen

In Stanley gibt es zahlreiche Bed and Breakfasts, aber auch eine handvoll Hotels. Die Gebäude sind oft älter und die herzliche Gastfreundschaft scheint aus längst vergangenen Zeiten zu stammen. Außerhalb von Stanley reichen die Übernachtungsmöglichkeiten vom einfachen Farmhaus bis zu Häusern, die extra für den Tourismus gebaut worden sind. Viele Übernachtungsmöglichkeiten setzen Selbstversorung voraus. Auf dem Land ist es zwingend erforderlich, vorher zu buchen. In Stanley ist es möglich, ohne vorherige Reservierung eine Übernachtung zu finden; Reservierungen sind jedoch auch hier empfohlen.

Arbeiten

Alle Angehörigen fremder Nationalität müssen eine Arbeitserlaubnis beantragen. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

Feiertage

  • der Geburtstag der Queen am 21. April
  • Tag der Befreiung am 14. Juni (1982)
  • Battle Day, 8. Dezember

Sicherheit

Verbrechen sind auf den Inseln relativ unbekannt, obwohl man auch hier grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen einhalten sollte. Persönliche Sachen sollten nicht unbeaufsichtigt bleiben, außerdem sollte man spät in der Nacht nicht alleine unterwegs sein. Bei Problemen ist die Polizei definitiv hilfreich.

Landminen und Blindgänger aus dem Konflikt von 1982 sind immer noch vorhanden. Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass ein Fremder eine finden wird. Falls dies doch der Fall ist, sollte die Landmine (selbstverständlich) nicht berührt und die Verwaltung informiert werden. Es sollte außerdem beruhigend sein, dass seit dem Krieg keine Zivilisten von einer Landmine getötet oder verletzt wurden.

Viele Tiere können gefährlich werden, wenn ihnen der Fluchtweg versperrt wird, oder sie Junge haben. Seeelefanten und Seelöwen sind die gefährlichsten - halte eine sichere Distanz ein, wenn du diese Tiere siehst. Eine generelle Regel lautet, dass du zu nahe bist, wenn ein Tier dich bemerkt.

Die Falklandinseln, weit im Süden gelegen, werdem von August bis Dezember vom Ozonloch belastet. An sonnigen Tagen ist die Sonnenbrandgefahr dann um ein beträchtliches Maß höher und man sollte unbedingt Sonnencreme benutzen. In den anderen Monaten schrumpft das Ozonloch wieder; dann ist die Gefahr nicht höher als in anderen Teilen der Erde.

Gesund bleiben

Besondere medizinische Vorsorge ist für einen Besuch der Inseln nicht notwendig. In Stanley gibt es ein großes Krankenhaus, außerhalb der Stadt bist du jedoch selbst für deine Gesundheit verantwortlich. Bei schweren Unfällen ist der Abtransport mit dem Hubschrauber sehr teuer, möglicherweise wird man sich auch vorher erkundigen, ob du eine Reiseversicherung abgeschlossen hast, damit die Kosten für den Abtransport gedeckt sind.

Klima

Auf vielen Teilen der Inseln existieren starke und beständige Westwinde. Im Südosten ist die Regenwahrscheinlichkeit höher, während die westlichen Inseln einen geringen jährlichen Niederschlag vorzuweisen haben. Die Temperaturen sind kühl, Schnee kann außer im Januar und Februar fast immer fallen, owohl nur wenig Schnee liegen bleibt. Die meisten Besucher kommen deswegen zwischen November und März.

Die Falklandinseln sind Opfer des antarktischen Ozonlochs, deswegen ist es besonders im Frühling ratsam, Sonnencreme aufzutragen.

Respekt

Aufgrund britischer Wurzeln, sind Traditionen und Brauchtümer auf den Inseln ähnlich denen des Vereinigten Königreiches. In vieler Weise sind die Inseln jedoch konservativer als das Mutterland. Drogen werden nicht toleriert, außerdem sollten sich Besucher der Tatsache bewusst sein, dass viele Einheimische seit dem Krieg von 1982 immer noch misstrauisch gegenüber Argentiniern sind.

Zusätzlich existiert ein "Ländercode", der von den Besuchern eingehalten werden sollte:

  • Bitte immer um Erlaubnis, bevor du Privatland betrittst.
  • Halte dich an Fußwege, wo es möglich ist. Lasse Tore so, wie du sie vorgefunden hast.
  • Sei dir des hohen Feuerrisikos bewusst. Achte besonders beim Rauchen daruf; Zigarettenkippen solltest du nicht wegwerfen, sondern mitnehmen.
  • Hinterlasse keine Abfälle, nehm deinen Müll wieder in deine Unterkunft zurück.
  • Verunstalte keine Felsen oder Gebäude.
  • Fasse, verletze oder töte keine Vögel oder andere wilde Tiere.
  • Füttere niemals wilde Tiere.
  • Verstelle Tieren nicht den Weg und blockiere nicht den Weg für Seevögel zwischen dem Strand und ihren Kolonien.
  • Einige Pflanzen sind geschützt und sollten daher nicht gepflückt werden.
  • Fischbein, Schädel, Eier oder ähnliches sollten nicht ausgeführt werden.

Kommunizieren

Cable & Wireless verkauft Telefonkarten, die überall benutzt werden können. Internationale Telefonate kosten extrem teure 0.90 £ pro Minute. Internetzugang ist noch primitiv, aber zu finden. In verschiedenen Hotels und im Touristenzentrum existieren Computer, an denen du Internetkarten von Cable & Wireless benutzen kannst; du must jedoch mit Downloadgeschwindigkeiten von 56 Kbps oder weniger rechnen. Sowohl die Telefon- als auch die Internetkarten können im Büro von Cable & Wireless in Stanley erworben werden (auf dem Hügel hinter dem Kriegsdenkmal). In größeren Unterkünften werden ebenfalls Telefonkarten, möglicherweise auch Internetkarten verkauft.

Die Post ist auf den Inseln ziemlich zuverlässig. Briefe können in Stanley und den meisten anderen Siedlungen einfach verschickt werden. Die Hauptpost befindet sich im Zentrum von Stanley, gegenüber dem FIC West.

Weblinks

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