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Reise Informationen

Italien

Europa : Südeuropa : Italien

Italien liegt in Südeuropa. Angrenzende Flächenstaaten sind Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien im Norden.

Flagge
Flagge von Italien
Kurzdaten
HauptstadtRom
StaatsformRepublik
WährungEuro (EUR)
Fläche 301.000 km²
Bevölkerung 58.1 Mio
Amtssprache Italienisch, Deutsch (in Südtirol)
Religion Römisch-Katholisch (mehrheitlich)
Telefonvorwahl +39
Internet TLD .it
Zeitzone UTC+1h (MEZ)

Regionen

Karte von Italien

Abruzzen, Aosta, Apulien, Basilikata, Emilia-Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Kalabrien, Kampanien, Latium, Ligurien, Lombardei, Marken, Molise,Piemont, Sardinien, Sizilien, Trentino-Südtirol, Toskana, Umbrien, Venetien

Städte

Wichtige Städte in Italien sind:

  • Rom (Roma) - sowohl Hauptstadt Italiens als auch des alten Römischen Reiches, Zentrum der Katholischen Kirche (Vatikan).
  • Mailand (Milano) - teilt sich mit Paris den Titel "Modehauptstadt der Welt" und ist die wirtschaftliche Hauptstadt Italiens.
  • Venedig (Venezia) - berühmt für Kunst und Geschichte. Die Stadt besitzt keine Autostraßen, dafür umso mehr Kanäle.
  • Florenz (Firenze) - bedeutsam für Geschichte, Kunst und Architektur, zweite Hauptstadt des modernen Italiens.
  • Genua (Genova) - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus.
  • Neapel (Napoli) - Großstadt mit den berühmten Zielen Herculaneum und Pompeji.
  • Palermo - Hauptstadt von Sizilien, eine Stadt der Gegensätze.
  • Turin (Torino) - die erste Hauptstadt des modernen Italiens und Austragungsort der olympischen Winterspiele 2006.
  • Bologna - wichtige Handels- und Messestadt.
  • Verona - am Südrand der Alpen, hier befindet sich die weltberühmte Arena.
  • Hafenstädte Triest, La Spezia und Catania
  • Bozen (Bolzano) - Hauptstadt von Südtirol.

Weitere Städte von historischer Bedeutung sind Siena, Lucca, Pisa, Tarent, Foggia, Ravenna, Parma und Perugia.

Weitere Ziele

Inseln: Elba, Sardinien, Sizilien, Stromboli, Capri_Insel

Touristisch herausragende Orte: Sorrent, Amalfi, Positano, Capri, Ischia, Cinque Terre, Elba, Rimini, Volterra, San Gimignano, Montepulciano, Pisa

Hintergrund

Italien wurde erst im Jahre 1861 ein Nationalstaat, als sich die die Kleinstaaten auf der Halbinsel samt Sizilien und Sardinien unter König Viktor Emmanuel II. zusammenschlossen. Die Ära der Demokratie fand nach der Errichtung des Faschismus unter Benito Mussolini in den 1920er Jahren ihr Ende. Das Bündnis mit Hitlerdeutschland führte das Land anschließend in den Zweiten Weltkrieg. Nach der Niederlage löste 1946 eine republikanische Staatsform die Monarchie ab, gleichzeitig erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung. Italien war Gründungsmitglied der NATO und der Europäischen Gemeinschaft. Es gehörte zu den Vorreitern der europäischen Einigung und nahm 1999 an der Währungsunion teil. Heute steht der Süden des Landes mit illegaler Einwanderung, organisiertem Verbrechen, Korruption, hoher Arbeitslosigkeit und schlechten Wachstumsraten im Kontrast zum prosperierenden Norden.

Anreise

Da Italien Mitglied des Schengener Abkommens ist, kann ein EU-Bürger jederzeit mit einem entsprechenden Identiätsnachweis oder Reisepass nach Italien einreisen. Bürger anderer Nationen sollten sich bei der italienischen Botschaft ihres Landes nach den individuellen Einreiseformalitäten erkundigen.

Flugzeug

Die wichtigsten Städte wie Rom, Mailand, Genua, Turin, Verona, Venedig, Bologna, Florenz, Neapel oder Palermo haben einen internationalen Flughafen, der von den meisten größeren Fluggesellschaften angeflogen wird. Kleinere Flughäfen sind in größeren Städten wie z.B Triest, Bergamo, Pisa, Perugia, Foggia, Bari, Brindisi u.a. vorhanden, werden aber nur von Regional-Fluggesellschaften oder von den, in letzter Zeit weiter verbreiteten, sog. Billig-Fliegern angeflogen. Man sollte sich bei der Planung einer Flugreise nach Italien diese Möglichkeiten zu Nutze machen, aber auch bedenken, dass es im Land des scioppero (Streik) durchaus auch zu unerwarteten, längeren Verzögerungen kommen kann.

Bahn

Die Eisenbahn, meist FERROVIE DELLO STATO (FS), die heutige Trenitalia, oder andere regionale Gesellschaften, sind ein preiswertes und relativ pünktliches Fortbewegungsmittel. Das Eisenbahnnetz ist recht dicht und bis in den tiefsten Süden und per Fähre sogar bis Sizilien reichend! Fast jede größere Stadt ist per Bahn erreichbar. Die Preise sind weit günstiger als in Deutschland. Es gibt sogar die Möglichkeit via Internet (s. Adresse oben) die Fahrkarten zu buchen (auch auf Englisch).

Bus

Mit dem Bus kommt man in Italien eigentlich überall hin. Oft schneller, günstiger und komfortabler als mit der Bahn. Ganz einfach ist es aber nicht.

Trick 1: Es wird meist zwischen Stadtbussen, Regionalbussen und überregionalen Busse unterschieden. Man sollte sich also vorher überlegen welcher Typ Bus in Betracht kommt und sich dann eine entsprechende Busgesellschaft aussuchen z.B. über das Internet. Vor Ort ist das leichter, man beachte Aufschriften an vorbeifahrenden Bussen, schaue am Busbahnhof o.ä. vorbei und frage Einheimische.

Trick 2: In Messina (Sizilien) haben dem Autor folgende Links geholfen:

Trick 3: Haltestellen sind nicht immer gekennzeichnet. Auch scheint jede Gesellschaft eigene Haltestellen zu haben. (In den Fahrplänen sind manchmal Orte angeben, die auf keiner Karte zu finden sind, wie z.B. gegenüber von der Apotheke oder an der Bar X.) Auf der Straße fragt man am besten nach Pullmann/Autobus(Bus) und Fermata (Haltestelle).

Auto

Schiff

Mobilität

Viele Mitteleuropäer empfinden den sprichwörtlich gewordenen "italienischen Fahrstil" als etwas chaotisch. Das mag daran liegen, dass die Straßenverkehrsordnung oft flexibler gehandhabt wird als in nördlicheren Ländern. Dennoch gibt es einige subtilere, ungeschriebene Regeln, die von Ausländern nicht immer richtig erkannt werden:

  • Die Kommunikation der Fahrer untereinander hat eine höhere Bedeutung. Vieles wird per Handzeichen, Lichthupe oder Hupe geklärt.
  • Gegenseitige Rücksicht und Mitdenken. Italienische Fahrer pochen in der Regel weniger auf ihre Rechte und sind öfters bereit, anderen Zugeständnisse zu Gunsten eines besseren Verkehrsflusses zu machen. Die gelegentliche Gedankenlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer kann dadurch meist ausgeglichen werden.
  • Die Hupe wird gerne als Kommunikationsmittel eingesetzt. Besonders auf engen, unübersichtlichen und kurvenreichen Landstraßen hupen Italiener gerne vor der Einfahrt in eine Kurve. Wenn niemand zurückhupt, gehen sie davon aus, dass die Kurve frei ist und benutzen die volle Breite der Straße. Ausländer müssen sich daran gewöhnen, bei einem Hupen hinter einer Kurve unverzüglich zurückzuhupen.

Sprache

Amtssprache ist Italienisch. Im Nordosten wird lokal auch französisch gesprochen (Region Aosta) und in Südtirol gibt es eine deutschsprachige Minderheit. Auf den Inseln Sardinien und Sizilien werden lokale Dialekte gesprochen, welche sich recht stark vom Italienischen abheben. Deswegen verfügen sie über eine lokale Autonomie. In Friaul-Julisch-Venetien gibt es noch Nachkommen von Slowenen, die Sprache wird aber kaum noch gesprochen. In einigen Orten Süditaliens, in Apulien wird von den Älteren ein griechischer Dialekt, das Griko, gesprochen, der noch aus der Zeit der "Magna Graecia" herrührt

Kaufen

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Küche

Die italienische Küche ist auf der ganzen Welt berühmt - dabei hat das, was man oftmals "beim Italiener" vorgesetzt bekommt, nicht viel mit der eigentlichen italienischen Küche zu tun. Wobei es die italienische Küche eigentlich gar nicht gibt - zu groß sind die regionalen Unterschiede von Nord nach Süd. Während die norditalienische Küche deutschen etwas näher kommt (man benutzt oftmals mehr Butter als Olivenöl), so ist die süditalienische Küche doch deutlich anders. Öl ist Grundkochmittel, dazu kommt Knoblauch und dann erst alles Weitere. An den Küsten wird logischerweise viel Fisch gekocht während im Landesinneren Schafsprodukte (v.a. Käse) produziert und verkocht werden.

Feiertage

Termin Name Bedeutung
1. Januar Capodanno Neujahrstag
6. Januar Epifania Heilige Drei Könige
Pasquetta Ostermontag
25. April Liberazione Tag der Freiheit (1945)
1. Mai Festa del Lavoro Tag der Arbeit
Lunedi di Pentecoste Pfingstmontag, nur in Südtirol
2. Juni Festa della Repubblica Tag der Republik, Gründung der italienischen Republik 1946
15. August Ferragosto Mariä Himmelfahrt
1. November Ognissanti Allerheiligen
8. Dezember Immacolata Mariä Empfängnis
25. Dezember Natale Weihnachten
26. Dezember Santo Stefano Stefanstag
31. Dezember San Silvestro Silvester

Zusätzlich ist in jedem Ort der Namenstag des örtlichen Schutzpatrons ein Feiertag (z.B. in Rom St. Peter und Paul am 29. Juni, in Mailand St. Ambrosius am 7. Dezember).

Sicherheit

In Italien ist es auch nicht anders als im Rest der Welt: Vorsicht hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Nachts nicht alleine durch leere Straßen ziehen, dunkle Gassen vermeiden, Uhren, Schmuck und teuere Fotoapparate nicht unnötig zur Schau stellen.

Vor der Mafia braucht man keine Angst zu haben, die kassiert höchstens an Busparkplätzen ab, lässt Touristen aber in Ruhe, da sie mit Italienern genug zu tun hat. Süditalien und Sizilien sind daher nicht unsicherer als andere Landesteile auch.

Gesund bleiben

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Klima

Zu den großen Vorzügen Italiens gehört auch sein herrliches, außerordentlich mildes Klima, das es dem Wall der Alpen, dem überall wirksamen Einfluss des Meers und der günstigen südlichen Exposition ganzer Landschaften verdankt. Doch ist auch hier ein bedeutender Unterschied zwischen dem kontinentalen und dem peninsularen Italien bemerkbar; jenes hat auffallend kontinentales, dieses überwiegend maritimes Klima. Es lassen sich drei Regionen unterscheiden: das Pogebiet, Mittelitalien und Süditalien, zu welchem die ligurische Küste zu rechnen ist.

Im Pogebiet wechseln kalte Winter mit heißen Sommern; trotz einer mittlern Jahrestemperatur von 13°C kommen Temperaturen von -17°C vor, und der Winter ist, wenn auch kürzer, so doch meist kälter als im Rheintal zwischen Koblenz und Bonn. Nur ein schmaler Saum unmittelbar am Fuß der Alpen und an den lombardischen Seen macht eine Ausnahme. Dem entsprechend ist die Vegetation in der Lombardei durchaus mitteleuropäisch, nur solche Pflanzen des Südens können hier angebaut werden, welchen, wie dem Reis, die Sommerwärme gerade lange genug anhält; nur an den Seen kehren zahlreiche Formen der Mediterranflora und auch der Ölbaum wieder.

In Mittelitalien ist die tyrrhenische Abdachung vor der adriatischen bevorzugt durch höhere Wintertemperatur, was sich namentlich darin ausprägt, dass am ganzen Küstensaum Dattelpalmen bis auf kurze Unterbrechung, in der Toskana auch Agrumen bei einigem Schutz fortkommen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 14,5°C, aber noch in Rom sind -5,9°C beobachtet worden, und Schnee ist jeden Winter ein- bis zweimal zu erwarten, wenn er auch nicht liegen bleibt. Auch hier überwiegt noch der mitteleuropäische Charakter der Flora, nur in der Küstenzone sind immergrüne mediterrane Bäume und Sträucher häufig, und dem Ölbaum sind bedeutende Flächen gewidmet.

Erst in Süditalien und der durch die Apenninen gebildeten klimatischen Oase von Ligurien herrscht volle Mediterranflora, und der Nordländer findet das Italien, welches er schon am Fuß der Alpen suchte. Erst hier, vom Monte Gargano und Terracina an, werden Agrumen im großen gebaut und sind Dattelpalmen häufig; erst von hier an sind die mitteleuropäischen Holzgewächse auf die Höhen der Berge zurückgedrängt und finden sich in Fülle die Opuntien und Agaven und die Vertreter der Mediterranflora, die immergrünen Eichen, die Karuben, Pistacia lentiscus, der Erdbeerbaum, die Phyllyreen, Lorbeer, Myrte, Oleander und jene große Zahl südlicher aromatischer Halbsträucher und Zwiebelgewächse, finden sich die winterlich grünen, mit buntem Blütenschmuck überdeckten Matten des Südens, welche an die Stelle der Wiesen des Nordens treten. Die mittlere Jahrestemperatur dieses Gebiets beträgt 17°C, steigt aber in Sizilien bis auf 18,5°C; der Winter ist sehr mild, 10 - 11°C, so dass keine Unterbrechung in der Vegetation eintritt und nur die Berge längere Zeit von Schnee bedeckt sind. Hier erhebt sich die immergrüne Zone, die in Mittelitalien 500 m nicht erreicht, bis auf 800 m, erst dann beginnt meist mit Edelkastanien der Gürtel der laubabwerfenden Bäume; die Region von 1.000 - 2.000 m ist der Buche und der Kiefer eigen, aber nur auf den höchsten Höhen der Abruzzen u. Corsicas findet sich alpine Vegetation.

Weblinks



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