Reise Informationen
Kappadokien
Kappadokien liegt im türkischen Zentralanatolien.
Orte
- Kayseri - Flughafen, erreichbar von Deutschland und Istanbul, Provinzhauptstadt gleichnamiger Provinz
- Nevşehir als Anfahrtsziel für Busreisende, Provinzhauptstadt gleichnamiger Provinz
- Göreme, vielleicht am bekanntesten
- Töpferstadt Avanos
- Ürgüp
- Uçhisar mit Felsenburg
- Ortahisar mit Felsenburg
- Unterirdische Städte in Kaymaklı, Derinkuyu, Özkonak or Mazıköy
- Griechische Häuser in Sinasos
Weitere Ziele
- Erciyes, Vulkan bei Kayseri zum Bergsteigen
- Aladağları (Taurusgebirge), für Bergsteiger
Hintergrund
-->Sehenswürdigkeiten
In der Hochgebirgsstepe Kappadokiens, bei Göreme, erheben sich merkwürdige kegelförmige Felsgebilde in einer geisterhaften Landschaft. Es sind Tuffgesteine vulkanischem Ursprungs, die auf älterem Gestein aufliegen, durch stetige Erosion zu einer einmalig beeindruckenden Landschaft geformt.
In den größeren Felsgebilden finden sich zahlreiche mehr oder weniger geräumige Höhlen: Wohnstätten und Kirchen aus früheren Jahrhunderten. Hier suchte im Mittelalter (10. bis 13. Jahrhundert) eine griechische Bevölkerungsminderheit Schutz vor der arabischen Verfolgung. Die Christen gruben Wohnungen, Kapellen und Mönchszellen in das Tuffgestein Kappadokiens. Auch in früherer Zeit gab es schon hier Behausungen. So sollen im 7. Jh. mehrere Hunderttausend Menschen in den unterirdischen Zellen Zuflucht gefunden haben. Die zahlreichen Klöster und Kirchen vereinen in ihrer einzigartigen Architektur zahlreiche byzantinische Stile der damaligen Zeit.
Die Felsformationen entstanden durch heute erloschene Vulkane, deren Lavaströme weite Teile des Hochlandes bedecken. Die Vulkane spuckten neben Lava auch Asche und feste Gesteine aus. Diese wurden durch die Erosion weggespült und zurück blieb die verfestigte basaltische Lava, die die heutigen Felsformationen bildet.
