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Karpatenvorland

Europa : Mitteleuropa : Polen : Karpatenvorland

Karpatenvorland poln. Podkarpackie liegt im südöstlichen Polen und grenzt im Osten an die Ukraine, im Süden an die Slowakei, im Westen an die Wojewodschaft Kleinpolen und im Norden an die Wojewodschaften Lubelskie und Heiligkreuz.

Regionen

Das Karpatenvorland besteht aus mehreren Regionen. Im Süden liegen die Gebirgszüge der Waldkarpaten und der Niederen Beskiden. Im Nordosten am San schließen sich die Roten Burgen an. Der Westen ist ein historischer Teil Kleinpolens.

Orte

  • Rzeszow Web ist die Hauptstadt des Karpatenvorlandes. In der durch Kriege mehrfach zerstörten Stadt gibt es noch einige sehenswerte Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die historischen Bauten am Marktplatz wurden erst vor wenigen Jahren saniert. Die Pfarrkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert, das in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gebaute Bernhardinerkloster verfügt über eine reiche barocke Ausstattung. Östlich vom Markt gibt es zwei Synagogen. Eine wird als Ausstellungshalle genutzt, die andere als Archiv. Das von Tylman van Gameren entworfene barocke Lubomirksi-Sommerpalais im Süden der Stadt wird heute von der Pädagogischen Hochschule genutzt. Das imposante Schloss der Lubomirskis mit seinen barocken Befestigungsmauern wird als Gerichtsgebäude genutzt. Am Rande der Stadt gibt es einen internationalen Fflughafen, von dem Ausflugsflüge über die Waldkarpaten angeboten werden. Alle drei Jahre findet in Rzeszow ein großes Festival der Auslandspolen statt, das von Bürgern aus vielen Teilen der Welt besucht und durch die Folklore ihrer neuen Heimat bereichert wird.
  • Przemysl Web liegt am Ufer des San, dicht an der Grenze zur Ukraine. Der grenzüberschreitende Handel prägt heute die Stadt, die ein kulturelles Zentrum im Südosten Polens ist. Bekannt ist sie für die hier gefertigten Pfeifen und Glocken. Besiedelt war die Gegend schon vor 4000 Jahren, Przemysl selbst ist mehr als 1000 Jahre alt und hatte seine Blüte in der Zeit der Renaissance. Unter österreichischer Herrschaft war die Stadt ab 1876 zu einer der größten Festungen Europas ausgebaut worden, die im Ersten Weltkrieg erfolgreich den Angriff der russischen Truppen abwehren konnte. Die Befestigungsanlagen prägen heute noch das Stadtbild. Zur Zeit von Kazimierz Wielki im 14. Jahrhundert wurde die Burg errichtet, die später mehrfach umgebaut wurde. In ihr hat heute das Stadttheater seine Spielstätte. Sehenswert in der Altstadt sind die ursprünglich gotische St. Johannes-Kathedrale, die später im Barockstil umgebaut wurde, ferner das barocke Karmeliterkloster, die im Stil des Rokoko gestaltete Franziskanerkirche und der barocke Uhrturm. Das Regionalmuseum zeigt einheimische Trachten sowie eine Ikonensammlung. Im Diözesanmuseum am pl. Czackiego 2 wird sakrale Kunst ausgestellt. In Przemysl gibt es mehrere Galerien. Bekannt ist die Stadt für ihre Jazzszene. Im Sommer und im Herbst finden Jazz-Festivals statt.
  • Jaroslaw Web am Ufer des San, war im 15. und 16. Jahrhundert ein wichtiges Handelszentrum. Nach den Zerstörungen des Krieges wurde die Innenstadt wieder rekonstruiert. Rund um den Marktplatz befinden sich stattliche Patrizierhäuser. Schönstes Gebäude ist das im Renaissancestil gebaute Haus der Familie Orsetti am Rynek 4, das heute als Museum dient. Ebenfalls im Renaissancestil entstand das ehemalige Wehrkloster, das von hohen Mauern mit Wehrtürmen umgeben ist.
  • Baranow Sandomierski Web, südlich von Sandomierz, ist eines der schönsten polnischen Renaissance-Schlösser. Erbaut wurde es von 1579 bis 1606 für die Familie Leszynski. Der große Innenhof wird von Arkadengängen gesäumt. Das Schloss nahe der Weichsel wird heute als Hotel genutzt.
  • Krasizyn Webliegt westlich von Przemysl, am Ufer des San. Dort gibt es das im Renaissancestil erbaute prachtvolle Schloss der Familie Krasicki mit einem großen Innenhof. Umgeben ist es von einem elf Hektar großen Park. In der ehemaligen Remise befindet sich heute ein Hotel.
  • Lancut Web liegt ca. 10 km östlich von Rzeszow. Hier befindet sich eines der bedeutendsten Magnatenschlösser Web Polens. Das zweigeschossige Bauwerk mit einem Innenhof entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der großzügig angelegte Park im 17. Jahrhundert. Das Haus gehörte zuletzt der Magnatenfamilie Potocki. Die Innenräume sind prunkvoll ausgestattet. Zu sehen ist dort unter anderem eine Gemäldesammlung. Im Park befinden sich eine Orangerie, ein Lusthäuschen und andere Bauten. Das Kutschenmuseum im Schlosspark zeigt eine der schönsten Kutschensammlungen in Europa. In einem Seitenflügel des Schlosses gibt es ein Hotel. In der Stadt lohnt ein Besuch der ehemaligen Synagoge, in der sich heute eine Ausstellung zur Regionalgeschichte befindet.
  • Lezajsk Web ist ein Bernhardinerkloster nordöstlich von Rzezow. Dort gibt es eine der berühmtesten und größten Orgeln des Landes. Das 1693 gebaute Instrument zählt 5900 Pfeifen. Das Kloster entstand Anfang des 17. Jahrhunderts durch den italienischen Baumeister Pellacini. Lezajsk ist ein Pilgerzentrum der chassidischen Juden, die zum Grabmal des Elemech von Lezajsk pilgern. Hier wird das bekannte Bier Lezajsk gebraut.
  • Pruchnik ist ein altes Städtchen nahe Jaroslaw, das zahlreiche sehenswerte Holzhäuser mit Bogengängen aus dem 19. Jahrhundert aufweist.
  • Sieniawa Hier gibt es einen reizvollen Adelspalast. Er war zuletzt im Besitz der Familie Czartoryski und ist von einem großen Park umgeben. Heute wird es als Schlosshotel genutzt.
  • Biecz liegt westlich von Krosno. Das ehemals von einer Stadtmauer umgebene Zentrum steht unter Denkmalschutz. Die gotische Pfarrkirche stammt aus dem 14., das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. In Biecz gab es im Mittelalter eine Schule für Henker.
  • Krosno Web liegt am Rande der Kleinen Beskiden zwischen Nowy Sacz und der Grenzstadt Przemysl. Hier befindet sich das älteste Erdölfördergebiet der Welt. Dort entwickelte der Apotheker Ignacy Lukasiewicz 1854 die erste Petroleumlame. Der Marktplatz von Krosno zählt zu den schönsten in Polen und ist eingerahmt von prächtigen Bürgerhäusern mit Laubengängen. Im ehemaligen Bischofspalais in der ul. Nowotki 16 gibt es eine Abteilung zur Geschichte der Beleuchtung mit einer Sammlung von alten Öllampen. Die älteste Erdölförderstelle, von Lukasiewicz 1854 eröffnet, befindet sich südwestlich von Krosno, in Bobrka. Dort wurde ein Freilichtmuseum mit alten Geräten eingerichtet.
  • Lesko In der Kleinstadt in den Bieszczady sind eine spätgotische Kirche und das Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute Schloss sehenswert. In der ehemaligen Synagoge befindet sich ein Regionalmuseum. Von Lesko im Norden bis Ustrzyki Gore am Fuß des 1346 Meter hohen Berges Tarnica führt die in den 60er Jahren erbaute wunderschöne Ringstraße durch die Bieszczady.
  • Majdan liegt im Süden der Bieszczady. Hier beginnt die Fahrt mit einer historischen Schmalspurbahn durch das Gebirge.
  • Sanok Web] am Ufer des San ist mit 32.00 Einwohnern die einzige größere Stadt in den Bieszczady. Das Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im frühen 19. Jahrhundert erweitert. Dort findet sich eine der größten Ikonensammlungen in Polen. Im Freiluftmuseum im Stadtteil Biala Gora werden typische historische Holzbauten aus der Region gezeigt Web].

Weitere Ziele

  • Der Bieszczady-Nationalpark Web wurde im Süden der Waldkarpaten 1973 eingerichtet. Der Nationalpark hat eine Fläche von 29.000 Hektar. Er ist damit der größte polnische Gebirgs-Nationalpark. In der teilweise menschenleeren Region haben viele seltene Tiere ihr Rückzugsgebiet, es gibt hier auch Wölfe und Bären. Durch den Park führen einige ausgewiesene Wanderwege. Am Rande des Nationalparks gibt es einige Unterkünfte. Im 650 Meter hoch gelegenen Ort Ustrzyki Gorne hat die Verwaltung des Nationalparks ihren Sitz, hier laufen einige der schönsten Wanderwege zusammen.
  • der Magura-Nationalpark Web liegt im südöstlichen Teil des Landes in den Niederen Beskiden, an der Grenze zur Slowakei. Er liegt im Gebiet der Woiwodschaften Karpatenvorland und Kleinpolen. Die Landschaft des Parks ist typisch für die Landschaft der Niederen Beskiden mit ihren mittleren und niederen Bergen. Hauptteil des Parks ist der Magura Watkowska-Rücken mit dem Watkowa-Gipfel (847 m). Seine Nordhänge sind zerschnitten von den Bächen Bednarka und Klopotnica. Der östliche Teil der Magury bildet eine Reihe einzelner Bergsattel getrennt durch Bachtäler und tiefe Gebirgspässe. Im Park befindet sich das Quellgebiet der Wisloka. 137 Vogelarten sind hier vertreten, darunter viele seltene und bedrohte Arten, wie der Steinadler, der Schreiadler, der Uhu und der Wespenbussard, sowie schwarzer Storch, Uraleule und Weißrückenspecht. Es leben hier 35 Säugetierarten, darunter der Braunbär, der Luchs, die Wildkatze, der Wolf und der Otter, Feuersalamander, Molche, Bergunke, Kreuzotter, Schlingnatter und Ringelnatter. Die älteste Spur menschlichen Lebens in diesem Teil der Niederen Beskiden sind die Überreste einer ansehnlichen frühmittelalterlichen Burg auf dem Berg Walik am Fuß der Magura Watkowska. Sie gehörte zu einer Kette von mittelalterlichen Burgen im südöstlichen Grenzland von Wislanie. Schmuck der Landschaft sind die griechisch-orthodoxen Kirchen des Volkes der Lemkowie. Beachtung verdienen ebenfalls die weitgehend vergessenen und zerfallenen Friedhöfe aus dem I. Weltkrieg, mit den Überresten Tausender von nach dem Tode vereinigten Feinden. Tragische Gedenkstätte des Zweiten Weltkrieges ist ein Friedhof mit 1250 Opfern jüdischer Herkunft, die von den Nazis im Jahre 1942 auf dem Halbow-Pass ermordet wurden.
  • der Solina-Stausee Web wurde vor rund 20 Jahren angelegt und hat eine Fläche von 2200 Hektar. Am Meer der Bieszczady bieten sich Möglichkeiten zum Surfen und für andere Wassersportarten. Die beliebtesten Ferienorte am Rande des Sees sind Solina und Polanczyk. Dort gibt es eine große Zahl von Hotels, Pensionen, Erholungszentren und Privatquartieren.

Hintergrund

Das Karpatenvorland ist 1999 als neue Wojewodschaft entstanden. Sein Gebiet war in der polnischen Adelsrepublik Bestandteil Kleinpolens im Westen bzw. der Roten Burgen im Osten. In der frühen Neuzeit errichteten große Magnatenfamilien hier ihre Schlösser und Paläste. Die Gegend lag günstig an der Handelsstrasse von Krakau nach Lemberg und weiter auf der Seidenstrasse nach Asien. Przemysl am San gehört zu den ältesten Städten Polens. In den Waldkarpaten siedelten die orthodoxen Lemken und Bolken. In den Städten lebten Polen, Juden (hier entstand die Glaubensrichtung der Chassiden), Armenier, Deutsche und Italiener zusammen. Nach der ersten polnischen Teilung 1772 kam Karpatenvorland als Teil Galiziens zu Österreich. Im 19. Jahrhundert wurde hier zum ersten mal auf der Welt Erdöl gefördert, dessen Weiterverarbeitung ein polnischer Apotheker aus Lemberg erfunden hatte. Im Ersten Weltkrieg wurden hier blutige Schlachten geschlagen, als die russische Armee 1914/15 versuchte über die Waldkarpaten nach Ungarn einzumarschieren. 1918 kam die Region wieder an Polen und in Mieles und Rzeszow wurde die polnische Luftfahrtindustrie angesiedelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Waldkarpaten in der Aktion Weichsel entvölkert und der Stausee Solina angelegt.

Sprache

In den Städten wird oft Deutsch gesprochen, ansonsten kommt man natürlich mit Englisch recht weit. In ländlichen Gebieten abseits der wichtigsten Touristenregionen wird es schwieriger sich mit Deutsch und Englisch zu verständigen. Kenntnisse anderer slawischer Sprachen können behilflich sein. Und schließlich ist das Polnische nicht so schwer zu erlernen, wie man vielleicht zunächst meint.

Polnische Sprache von deutscher Wikipedia

Anreise

Die Anreise empfielt sich mit dem PkW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind mittelmäßig. Die Anreise empfiehlt sich aus Krakau über die im Ausbau befindende A4. Mit dem Flugzeug kann man von Deutschland, Österreich und der Schweiz den Flughafen in Rzeszow anfliegen. Ein anderer internationaler Flughafen in der Nähe befinden sich in Krakau. Mit dem Ausflugsschiff kann man über die Weichsel und den San von Norden anreisen.

Mobilität

Das Zentrum des Karpatenvorlandes ist Rzeszow, von da aus sind alle wichtigen Orte mit dem PkW, der Bahn oder den Omnibusen gut erreichbar. Die Fahrpreise sind sehr niedrig. Das Benzin ist innerhalb Polens im Karpatenvorland sehr günstigsten.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind vor allem die zahlreichen Renaissance-Schlösser der polnischen Magnaten und die Holzkirchen der prthodoxen Lemken in den Gebirgen. In Gorlice steht der älteste Ölförderturm der Welt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die erste Verarbeitungsmethode von Erdöl hat ein polnischer Apotheker aus dem benachbarten Lemberg entdeckt.

Aktivitäten

Angeln

Beliebte Angelreviere finden sich an den Gebirgsflüssen, vor allem dem San. Fast 70 Fischarten bevölkern die Binnengewässer. Lachse, Meerforellen, Hechte, Aale, Zander und Karpfen, sind die begehrtesten. Für alle Angelangelegenheiten in Polen ist der Polnische Anglerverband, (Polski Zwiazek Wedkarski PZW) zuständig. Dieser Verband mit der größten Mitgliederzahl bietet nicht nur den Vorteil des Erfahrungsaustausches mit Gleichgesinnten, sondern liefert alle Informationen zum Thema Angeln und berichtet auch über die aktuellen Bestimmungen.

Kajak und Kanu

Das Karpatenvorland bietet einige Routen für Kajak- und Kanufahrer. Kanus und Ruderboote sind an dem San, der Tanew und der Wisloka günstig zu mieten. Die Verleihstellen sind in der Regel von Mai bis Ende September geöffnet. Die Kosten für ein Paddelboot liegen pro Tag dann nur bei etwa acht bis zehn Euro. Flossfahren werden auf dem San angeboten. Informationen erteilt der Polnische Kajakclub

Segeln

Segeln ist auf dem großen Solinastausee in den Bergen möglich. Der Polnische Seglerverband gibt hierzu Informationen.

Tauchen

Tieftaucher kommen in dem Stausee Solina in den Waldkarpaten auf ihre Kosten. Im größtes Stausee Polens wird der San gestaut. Unterhalb der Wasseroberfläche sind ganze Dörfer mit Kirchtürmen zu erkunden. Informationen hat der Polnische Tauchverband. Tauchschulen, die diesem angehören, bilden Taucher nach den Regeln der internationalen Tauch-Vereinigung CMAS aus. Die Kurse beinhalten Theorie und Praxis. Organisiert werden auch Spezialkurse, z.B. für Eistauchen oder Unterwasserfotografie, sowie Kurse für Kinder oder Behinderte. Die Kosten für einen Anfängerkursus betragen etwa 180 Euro, für das Eistauchen müssen durchschnittlich etwa 20 Euro pro Person und Tauchgang einkalkuliert werden.

Reiten

Eine der schönsten Arten das Karpatenvorland kennenzulernen ist vom Pferderücken aus. Masuren bietet zahlreiche Gestüte und Reitzentren. Viele Gestüte liegen in wunderschönen alten Gehöften oder Schlössern. Sie bieten Unterkünfte, Verpflegung, Ausleihe und Reitunterricht an. Daneben gibt es immer mehr private Reitzentren und -schulen, in denen man einige Stunden lang reiten oder an einem mehrwöchigen Kursus teilnehmen kann. Einige Reiseveranstalter organisieren auch mehrtägige Wanderritte durch die Waldkarpaten.

Wandern

Im ganzen Karpatenvorland besteht ein Netz von Wanderwegen. Insgesamt gibt es hunderte ausgewiesene Strecken durch landschaftlich reizvolle Gebiete und zu interessanten Bauwerken oder Naturschönheiten. An den wichtigsten Wanderwegen gibt es ganzjährig geöffnete Herbergen und in den Sommermonaten Campingplätze. In ganz Polen werden die Wanderwege einheitlich markiert: Zwischen zwei waagerechten weißen Streifen befindet sich ein farbiger Balken, der die jeweilige Strecke angibt. Der Besikdenwanderweg verläuft durch das Karpatenvorland. Die Polnische Toutistikorganisation gibt weitere Informationen.

Fahrradfahren

Fahrradfahren in den Gebirgen und entlang der Flüsse San, Tanew und Wisloka ist sehr beliebt. Fahrräder können vor Ort gemietet werden. Es gibt eine große Anzahl an Fahrradwegen. Der Kraftfahrzeugverkehr ist auf den Strassen gering.

Fliegen

Rundflüge über die Waldkarpaten mit Fesselballons organisiert der Flughafen in Rzeszow. Der Preis pro Stunde beträgt – abhängig von der Länge der Anreise – etwa 80 bis 100 Euro. Von dem Flughafen Rzeszow starten auch Ultraleichtflieger.

Off-Road

Die dünn besiedelten, urwüchsigen Regionen des Karpatenvorlandes bieten die richtige Kulisse für Touren abseits der Asphaltstraßen. Mehrere Veranstalter bieten Off-road-Touren für Gruppen und Individualtouristen an. Der Polnische Offroad Verband gibt weitergehende Informationen.

Jagen

Karpatenvorland ist ein Land des unermesslichen Wildreichtums. Die Jagdgebiete nehmen eine große Fläche ein. Die schönsten Jagdgebiete liegen in den Waldkarpaten und der Magura in den Niederen Beskiden. Beliebt ist vor allem die Jagd auf Hirsche, Elche (mit besonderer Genehmigung) und auf Wildschweine. Nähere Informationen erteilt der Polnische Jagdverband.

Wintersport

Hundeschlittenfahren und Skifahren ist in den Waldkarpaten beliebt. An Schnee mangelt es nie, da Karpatenvorland im Winter eine der kältesten polnischen Regionen ist.

Küche

Die polnische Küche hat viele Spezialitäten, wie Barszcz, Uszki, Golabki, Flaki etc. zu bieten. Polnische Fleischprodukte genießen weltweit hohes Ansehen. Zu den bekanntesen polnischen Brauereien zählen Zywiec, Tyskie, Lech, Warka, Lezajsk, Bosman und Piast. In Lezajsk befindet sich die bekannteste Brauerei des Karpatenvorlandes, die das gleichnamige Bier braut. Der Wodka wird entweder klar, z.B. Wyborowa, oder mit Armomen, z.B. Grasowka, Zoladkowka der Firma Polmos angeboten. Auch Trinkhonig ist eine altpolnische Spezialität. Lebensmittel und Restaurantbesuche sind in Polen sehr preiswert. Gute polnische Küche zu erschwinglichen Preisen bietet die Restaurantkette Chlopskie Jadlo. Wer es wirklich spottbillig haben möchte, der geht in eine der Milchbars, dort wird man auch für einen Euro richtig satt und das Essen muss nicht unbedingt vom Schlechtesten sein.

Polnische Küche von deutscher Wikipedia

Ausgehen

In Karpatenvorland gibt es einge uriger Kneipen und Gaststätten. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Wojewodschaftshauptstadt Rzeszow.

Sicherheit

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiss mit Mitteltemperaturen zwischen 16° und 21°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5°C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen.

Weiter geht's

Karpatenvorland grenzt an die Wojewodschaften Lubelskie, Kleinpolen und Heiligkreuz. Sowohl die Renaissance-Baudenkmäler Kleinpolens und Lubelskie sowie die sechs Naturparks in den drei Nachbarwojewodschaften liegen nahe. Auch die heute ukrainische Stadt Lemberg liegt nicht weit vom Karpatenvorland.

Weblinks


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