Reise Informationen
Kuba
Kuba (span.: Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Aufgrund seiner Geschichte und seiner aktuellen politischen Situation gilt Kuba als Reiseziel der besonderen Art. Kuba hat eine stark zelebrierte Kultur zu der Musik, Tanz, Zigarren, spanische Kolonialbauten und nicht zuletzt die Revolution von 1959 gehören. Dennoch ist Kuba ein Entwicklungsland ("das am weitesten entwickelte Drittweltland"). Kuba liegt mit seinem HDI 'Human Development Index' von <0.80 weltweit auf Rang 52 (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Development_Index). Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt am Atlantischen Ozean.
| Flagge | |
|---|---|
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Havanna |
| Staatsform | Sozialistische Republik |
| Währung | 1 Kubanischer Peso (CUP) = 100 Centavos |
| Währung (für Touristen) | 1 konvertibler kubanischer Peso (CUC) = 100 Centavos |
| Fläche | 110.861 km² |
| Bevölkerung | 11,3 Mio |
| Amtssprache | Spanisch |
| Religion | Katholiken 39,6 %, Protestanten 3,8 %, Konfessionslose 55,1 % |
| Telefonvorwahl | +53 |
| Internet TLD | .cu |
| Zeitzone | UTC+.. |
Regionen
Kuba ist in insgesamt 14 Provinzen und ein Sonderverwaltungsgebiet (Isla de la Juventud) unterteilt.

- Isla de la Juventud
- Pinar del Río
- La Habana
- Ciudad de La Habana
- Matanzas
- Cienfuegos
- Villa Clara
- Sancti Spíritus
- Ciego de Ávila
- Camagüey
- Las Tunas
- Granma
- Holguín
- Santiago de Cuba
- Guantánamo
Städte
- Havanna - die Hauptstadt mit Verfall und Nachtleben
- Trinidad - kleine Stadt in der die spanischen Bauten im Zentrum zum Weltkulturerbe gehören
- Santiago de Cuba - die zweitgrösste Stadt des Landes
- Santa Clara - hier steht das monumentale Mausoleum für die Gefallenen der Revolution 1956-1959, das auch Che Guevaras Grabstätte enthält.
- Cienfuegos - Die Stadt an der Karibikküste ist bekannt für das Stadtzentrum.
Weitere Ziele
- Isla de la Juventud
- Cayo Coco - Ferienanlage am Strand
- Cayo Largo - kleine Insel, wird von Nudisten bevorzugt
- Varadero - ebenfalls Ferienanlage
- Valle de Vinales - hübsche Landschaft
Geschichtlicher Hintergrund
Kuba wurde am 28. Oktober 1492 von Christof Kolumbus auf seiner ersten Reise in die Neue Welt entdeckt und Hispaniola getauft. Ab 1511 begannen die Spanier unter dem Gouverneur Diego Velázquez de Cuéllar mit der Gründung von Ortschaften, der Suche nach Gold und der Landwirtschaft. Trotz einsetzender Zuwanderung durch Spanier aus allen Regionen waren diese zu Beginn in der Minderheit und nahmen die Indianer als Sklaven für den Arbeitseinsatz. Zu diesem Zeitpunkt gab es auf der Insel zwei Eingeborenenstämme, die Taíno and Ciboney, die sich technisch noch auf dem Niveau der Steinzeit befanden und den hochgerüsteten Spaniern nichts entgegensetzen konnten. Man schätzt, dass vor der Eroberung durch die Europäer 60.000 bis 300.000 Indianer auf Kuba lebten. Wer die erste Welle der Eroberung überlebte, starb bald darauf an eingeschleppten Krankheiten oder den miserablen Lebensbedingungen, in die die Einwohner gezwungen wurden.
Später diente Kuba in erster Linie als Basis für die Spanier, die von dort aus die weitere Eroberung des amerikanischen Kontinents angingen. Es diente als Durchgangshafen für viele Güter, die aus Nord- und Südamerika nach Europa verschifft wurden. Durch diese spanischen Einflüsse blieb Kuba vergleichsweise isoliert, bis 1762 die Briten Havanna eroberten und jahrelang hielten. In dieser Periode kamen neue Einflüsse hinzu, der Handel mit neuen Gütern und Sklaven blühte auf und der Zuckeranbau wurde ein Hauptwirtschaftszweig. Zwischen 1791 und 1804 flohen viele Franzosen vor der Haitianischen Revolution nach Kuba, wobei sie Kenntnisse in der Zuckerverarbeitung, dem Kaffeeanbau und Sklaven mitbrachten. Infolgedessen wurde Kuba der weltgrößte Zuckerproduzent. Erste Unabhängigkeitsbestrebungen gab es am Ende des 19. Jahrhunderts. Im Zehnjahreskrieg von 1868 bis 1878 wurden nur geringe Erfolge erzielt. Der intellektuelle José Martí landete 1895 mit einigen Exilrebellen an, um für Kubas Freiheit zu kämpfen. Obwohl er nur knapp einen Monat später getötet wurde, gilt er noch heute als Nationalheld, dessen Namen viele Straßen und Plätze tragen. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg okkupierten die USA 1898 die spanische Kolonie und gewährten ihr vier Jahre später 1902 eine teilweise Autonomie, bei der sie jedoch großen Einfluss behielten.
Im 20. Jahrhundert gab es wie in vielen anderen Ländern Mittel- und Südamerikas viele Regierungen, die meist nur von kurzer Dauer waren. 1940 kam Fulgencio Batista ins Amt, wurde jedoch 1944 wieder abgewählt und wurde Armee-Chef.
Kuba entwickelt sich in den vierziger und fünfziger Jahren zu einem beliebten Urlaubsziel für US-Amerikaner. Nur wenige hundert Kilometer entfernt und bedeutend weniger prüde als die US-Amerikaner, boten geschäftstüchtige Kubaner und US-Amerikaner den Touristen viele Formen des Vergnügens: Musik, Tanzrevues, Spiel, Alkohol, hübsche Mädchen und Prostitution in vielen Varianten (z.B. Prostiuierte all-inclusive zum Hotelzimmer).
Mit seinem Putsch 1952 errichtete Fulgencio Batista eine Militär-Diktatur, die von den USA unterstützt wurde, weil sie sich vehement gegen den Kommunismus stellte. In einem ersten Versuch griff Fidel Castro 1953 die Moncada Kaserne an, wurde jedoch gefangen genommen. Nach einer Generalamnestie Batistas reiste Castro nach Mexiko um dort die Revolution zu organisieren. Er kehrte im November 1956 mit 82 Kämpfern, unter ihnen Che Guevara, auf einem Motorboot namens 'Granma' zurück. Es gelang ihnen am 1. Januar 1959 die Macht an sich zu reißen. Im Laufe der nächsten Jahre näherte sich Fidel Castro immer mehr dem kommunistischen Staatenblock an, obwohl seine Machtübernahme keineswegs eine reine kommunistische Revolution gewesen war (obwohl das die Propaganda heute so darstellt). Aufgrund dieser Annäherung und weil auf Kuba 1962 sowjetische Atomraketen installiert wurden was zur Kubakrise führte, brachen die USA jeden Kontakt ab und verhängten einen Handelsboykott, der bis heute anhält.
Kuba öffnete sich für ausländischen Tourismus 1980, wobei nur Gäste aus den sozialistischen Bruderländern einreisen durften. Die ersten Hotels und Touristenanlagen wurden allerdings schon vorher erbaut für kubanische Feriengäste. Umgekehrt reisten auch immer wieder Kubaner als Touristen nach Osteuropa und besuchten dort z.B. die DDR.
Der Kollaps des Ostblockes 1989 traf Kuba schwer, weil es bis dahin einen Großteil seiner Zuckerproduktion gegen Erdöl beim großen Bruder eintauschen konnte. Die Sowietunion kaufte kubanischen Zucker zum doppelten Weltmarktpreis und verkaufte russisches Erdöl zu einem stark reduzierten Preis. Der Zwang, den Zucker nun auf dem Weltmarkt verkaufen zu müssen, wo er viel weniger wert war und der Ausfall der Erdöllieferungen, führte innert zwei Wochen zu einer schweren Wirtschaftskrise, die viele Jahre anhielt. Die Regierung gab dem Problem 'Wirtschaftskrise aufgrund des Zusammenbruchs der sozialistischen Volkswirtschaften in Osteuropa' sofort den Namen 'período especial' (Spezialperiode). Diese Periode dauert immer noch an und Kubaner die die Zeit vor 1989 als Berufstätige erlebt haben, meinen oft, dass vieles damals besser war als heute (Stand 2006).
Eine weitere Reaktion der Regierung auf die angespannte Wirtschaftslage war die Öffnung 1989 gegenüber Touristen aus kapitalistischen Ländern. Spanische Hotelketten ('Meliá') und Tourismusunternehmen begannen Joint Ventures mit dem kubanischen Staat, wobei dieser mit 51% die Aktienmehrheit bis heute behalten hat und die Spanier Material und Know-How brachten. Die meisten solchen Hotels werden von zwei Direktoren geführt, einem spanischen und einem kubanischen, wobei letzterer sich im Wesentlichen darauf beschränkt die Menschen zu überwachen. Das grösste Kontingent an Touristen stellen die Kanadier, für die Kuba bloss rund drei Flugstunden entfernt ist. US-Amerikaner sind selten, reisen jeweils über Kanada oder Mexiko ein, da es keine direkten Flüge zwischen USA und Kuba gibt.
Mit der Öffnung 1989 für Touristen aus kapitalistischen Marktwirtschaften begann leider auch der Ausverkauf der beweglichen Kulturgütern. Tausende von alten Büchern, Skulpturen und anderen kulturell bedeutsamen Gegenständen wechselten für wenige Dollars den Besitzer und wurden unter der Hand ins Ausland verkauft. Die Wirtschaftskrise machte die Menschen erfinderisch.
1994 wurde als Touristenwährung der 'Peso Cubano Convertible' (Abkürzung CUC) eingeführt, ursprünglich in 1:1-Parität zum US-Dollar. Mittlerweile (Stand 2006) gibt es immer mehr Situationen, wo man nicht mehr mit US-Dollar oder Euros zahlen kann, sondern ausschliesslich in CUC. Beispiel: Auf einer Autobahnraststätte kostet ein Kaffee CUP 0.50. Von Touristen wird für denselben Kaffee CUC 0.50 verlangt (was ca. 25 Mal mehr ist). Zudem hat die Regierung den Wechselkurs zu US-Dollar und Euro angehoben, was die Preise für Touristen z.T. spürbar erhöht hat. Kuba ist ein teures Ferienland (sofern man nicht mit kubanischen Produkten auskommt und diese in Pesos Cubanos zahlt).
Erst seit dem Ende der 90er Jahre entspannt sich die Lage etwas, weil Kuba mit dem Tourismus einen neuen und lukrativen Wirtschaftszweig erschlossen hat, der mit Abstand wichtigster Devisenbringer für das noch immer sozialistische Land ist. Dank eigenem Öl (deckt etwa 90% des Verbrauchs) sowie den freundlich gesinnten Staaten Kanada, Venezuala und der Volksrepublik China sowie der Europäischen Union, geht es Kuba mittlerweile wieder deutlich besser. Offiziell herrscht zwar immer noch die Spezialperiode, doch wächst die Wirtschaft wieder, und die langsame Öffnung des Landes bringt auch einen moderaten Fortschritt. Das Land profitiert ebenfalls als Erzfeind der USA von deren wenig diplomatischem Vorgehen weltweit.
Seit ca. 2000 spürt auch Kuba die weltweit rückläufigen Umsätze im Tourismus.
Anreise
Die Anreise ist zur Zeit nur mit dem Flugzeug möglich. Es gibt keine Flugverbindung von den USA, es sind auch keine Flüge in Reisebüros der USA zu buchen (Embargo). Wer von den USA aus nach Kuba möchte, sollte über Mexico einreisen. Es gibt von Mexico-City und von Cancun aus Direktflüge. EU-Bürger benötigen einen noch 6 Monate gültigen Reisepass und eine sogenannte "Touristenkarte", die am besten vorab beim Kubanischen Konsulat (http://www.botschaft-kuba.de/d040_konsulat.html) besorgt werden sollte (für Individualreisende) oder über das Reisebüro erhältlich ist. Bei der Einreise in Kuba wird die „Touristenkarte“ mit einem Stempel registriert, im Pass wird keine Eintragung vorgenommen. Es ist wichtig zu wissen, dass bei der Ausreise 25 CUC pro Person verlangt werden. Diese Kosten werden Pauschaltouristen mit "all-inkl" Buchungen meistens vom Preis abgezogen, müssen dann aber lokal bei der Ausreise bezahlt werden. Am besten gleich bei der Anreise pro Pass 25 CUC auf die Seite legen.
Bei der Einreise ist ein Visum, das man aber im Vorfeld erhält und ausfüllt, vorzuzeigen. Die eigentliche Einreise kann dennoch eine Weile dauern, weil jeder Pass genau kontrolliert wird. Ausnahmen gibt es kaum, als Faustregel haben Personen mit einem Pass eines freundlich gesinnten Landes deutlich weniger Wartezeit als US-Amerikaner (Als Beispiel für sehr lange Wartezeiten, auch Mexikaner müssen momentan mit längeren Wartezeiten rechnen, während Europäer und Chinesen meist ohne jegliche Probleme (aber nach einer seriösen Überprüfung) einreisen dürfen. Die Kontrollen sind aber immer freundlich und korrekt, es werden immer mindestens Spanisch und Englisch, meist auch Deutsch und Französisch gesprochen, "us-amerikanische" Verhörmethoden sind nicht bekannt.
Flugzeug
Der typische Pauschaltourist wird auf einem der internationalen Flughäfen in Varadero, Havanna oder Holguin landen.
Mobilität
Für längere Strecken empfiehlt sich ein Mietwagen, wobei man besser ein neueres Modell den schadanfälligen, schönen Oldtimern vorzieht. Unbedingt informieren, ob gerade Ölprobleme vorliegen, dank Eigenproduktion und Venezuala sind aber kaum Lieferengpässe bekannt. Reparaturen sind fast überall möglich; sofern man nicht in abgelegene Gebiete fährt, sind keine speziellen Vorkehrungen nötig, man sollte aber immer genug CUC mit sich führen. Nachtfahrten sind, wenn möglich, zu vermeiden, da kaum Strassenlaternen den Weg leuchten.
Hauptrisiken auf den Strassen (gemäss Auskunft eines Busfahrers):
- tagsüber und generell: neue Mietwagen mit alten Reifen (unbedingt Reifenprofile bei der Übernahme prüfen) oder gemischter Bereifung (Reifendimensionen prüfen), Schlaglöcher (es gibt Strecken mit Schlaglöchern, die mit ca. 4 Metern Durchmesser, fast die gesamt Strassenbreite ausmachen)
- nachts: unbeleuchtete Pferdekarren, Radfahrer ohne Rückblende (Tipp: Fahrrad-Rückblenden als Geschenk mitbringen), Fussgänger, unbeaufsichtigte Tiere
Für kurze Strecken sind Motor-Roller oder Fahrrad zu empfehlen. Nur für besonders wagemutige Personen empfiehlt sich das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel, diese sind äusserst alt, langsam, voll und unbequem, und das Einhalten des Fahrplans ist Glücksache.
Immer noch beliebt ist das Autostoppen ('hacer botella'), Touristen werden für Strecken bis zu etwa 30 km gerne mitgenommen, als Faustregel sollte man etwa 1 CUC pro 5 km Strecke bezahlen.
Taxis sind meist überteuert und wenn möglich zu vermeiden, ausser in Notfällen. Taxifahrer müssen ein Monatssoll an Umsatz in CUC machen und sind deswegen berechtigt über den Preis zu verhandeln. Tipp: Bei längeren Distanzen sich vorher bei einer neutralen Person über den Normal-Preis erkundigen und dann mit einem oder mehreren Taxifahreren den Preis bis zum Normalpreis runterhandeln (hart bleiben).
Sprache
In Kuba wird Spanisch gesprochen. Wer sich außerhalb eines Pauschal-Hotels aufhält, sollte unbedingt wenigstens Spanisch-Basics beherrschen (gilt besonders für Individualreisende), da Englisch oder auch andere Sprachen (noch) nicht sehr verbreitet sind. Die Kubaner sind aber sehr kontaktfreudig. Kubaner ab etwa 35 sprechen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch Deutsch, da grössere Austauschprojekte mit der DDR liefen.
Siehe auch: Sprachführer Spanisch
Kaufen
Für den Kubanischen Peso sind nur wenig Waren erhältlich. Alle Importwaren sind mit CUC (früher mit US-Dollar) zu bezahlen. Seit dem 08.11.04 ist der US-Dollar als Zahlungsmittel abgeschafft. An seine Stelle trat der bei den Kubanern eigentlich ungeliebte "Peso-Convertible". Der Peso-Convertible ist ein Peso-Schein, der ursprünglich mit dem US-Dollar 1 zu 1 eingetauscht werden konnte, jedoch mit 10 % 'Umtauschsteuer'. Zur Zeit (Stand 2006) liegt der Wechselkurs nicht mehr bei 1:1 sondern man bekommt für 1 USD ca. 0.88 CUC. Dazu kommt die erwähnten 10% 'Strafsteuer', sodass man für 1 USD ca. 0.79 CUC erhält. Die Einfuhr und der Besitz von US-Dollar ist jedoch weiterhin erlaubt.
EUR: In einigen touristischen Gebieten kann mit Euro bezahlt werden (Varadero, Jardines del Rey, St. Lucia, Playa Covarrubias und die Strandregionen von Holguín).
Traveller-Checks von US-Banken werden normalerweise in Cuba nicht angenommen (AMEX, City), auch wenn diese in Deutschland ausgegeben wurden. Keine Probleme gab es z.B. mit Thomas Cook-Checks.
Bei Bargeld-Bezügen von CUC ab Kreditkarte wird erstens via USD umgerechnet (also nicht EUR oder CHF!) und zweitens werden 11% Gebühr belastet.
Man sollte sich bei Einkäufen immer fragen, ob das, was man jetzt kauft, wirklich einen CUC kostet oder nur einen Peso Cubano (z.B. die Pizza am Straßenstand oder die Zeitung des Zentralkommittees 'Granma'), da sich einige Kubaner auf diese Weise ein paar Dollar resp. CUC extra "besorgen", weil das Leben ohne Dollars schwierig zu managen ist auf Kuba.
Es ist aber wichtig zu wissen, dass man mit Bargeld immer besser fährt als mit Traveller-Checks oder Kreditkarten. Je nach Kurs sind Kanadischer Dollar oder Schweizer Franken am besten, um gute Wechselraten zu erhalten, da der Euro 1:1 gewechselt wird, verliert man immer die Differenz zum Dollar. Wer Dollar wechselt, zahlt 10% Taxabgaben. Bei Traveller Checks werden meist 4-8% Taxabgaben verrechnet, für Kanadische Dollar und Schweizer Franken erhält man die CUC ohne Wechselgebühren. Alle Wechselbüros offerieren die gleichen Kursraten, da dies national festgelegt ist.
Vorsicht: Es ist auch schon vorgekommen, dass in einem Touristenladen als Umrechnungskurs 1 EUR für 0.95 CUC angegeben wurde - und nicht umgekehrt.
Da man mit Bargeld am günstigsten fährt ist es wichtig abzuschätzen, wieviel Bargeld man benötigt. Dazu folgende Faustregel: Da die Preise in Kuba etwas gleich hoch sind wie im deutschsprachigen Europa oder in Spanien sollte man für Essen, Taxis, Exkursionen, Miete von Motorrollern etc. gleich viel einplanen. Für eine Famile mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern sind das ca. EUR 1000 pro Woche. Wer in einem all-inclusive Hotel logiert kommt (für Exkursionen und Motorroller) mit der Hälfte aus, da Essen auswärts gar nichts möglich ist.
Zigarren
Leider gehen viele Kubaner mit den feinen Zigarren barbarisch um und lagern sie ungeschützt in den von Klimaanlagen auf 18° runtergekühlten und entsprechend trockenen Geschäften, was die feinen Zigarren brüchig macht und ungeniessbar. Gleichzeitig sind die Preise gleich hoch oder höher als in Fachgeschäften in Europa. Zudem zwingt eine bürokratische Regelung Touristen, die mehr als 23 Zigarren mitnehmen wollen (24 Zigarren = 1 grosse Schachtel) Export-Formulare auszufüllen. Offensichtlich hat die Regierung kein Interesse an kleinen Privat-Exporten.
Oft werden Zigarren auf der Strasse angeboten. Dabei handelt es sich um gefälschte (= mindere Qualität) oder aus der Fabrik gestohlene Ware (= gute Qualität). Typischer Verhandlungspreis ist 1 CUC pro Zigarre oder 24 CUC pro Kiste. Die Regierung hat sich auch dagegen etwas einfallen lassen: Kleber mit einem schwer fälschbaren Hologramm bezeichen offizielle und legale Zigarrenkisten.
Küche
Die Kubaner essen zwar gern, etwas besonderes ist die Küche aber leider nicht.
Ein typisches Gericht ist Reis (der dort gar nicht wächst und importiert werden muss) mit Bohnen. Gebratenes Schweinefleisch oder Hühnchen kommt auch sehr häufig vor, ist aber meist auch sehr fettig. Als Beilage erhält man oft Bananenchips, in Scheiben geschnittene und frittierte Kochbananen.
Viele Hotels offerieren sog. "all inclusive" Ferien. Dabei erhält man als TouristIn ein farbiges Armband, das nicht ohne Zerstörung abgenommen werden kann. Damit ist man in der gesamten Hotelanlage berechtigt zu essen (Frühstück = deaynuno, Mittagessen = almuerzo, Abendessen = cena), zu trinken (mit und ohne Alkohol) und alle Freizeittätigkeiten auszuüben, bei denen kein Benzin verbraucht wird (z.B. Bogen schiessen, Surfen, Schnorcheln, Segeln). Man bekommt so auch eine Ahnung wie das Leben in einer kommunistischen Gesellschaft wäre. Damit ist Kuba auch ein interessantes Reiseziel für Vielesser und Vieltrinker.
- Softdrinks: angeboten werden kubanische Versionen von Coca-Cola = 'Tu Cola', Fanta, Sprite, Schweppes = 'Tonica'
- Bier: meist wird Bier der kubanischen Marke 'Cristal' (ca. 3.7%) ausgeschenkt; weiter gibt es 'Bucanero' (ca. 5.5%)
- Wein: meist wird billiger, aus Spanien in 10 Liter-Gebinden importierter Weiss- und Rot-Wein ausgeschenkt; man bekommt jedoch auch Wein in Flaschen aus Spanien, Italien, Frankreich, Australiern, Chile etc.; was auch viele Kubaner nicht wissen: es gibt auch kubanische Weine
- Spirituosen: Kubanischer Rum in verschiedenen Variationen, Gin, Wodka etc.
Die Auswahl an Nahrungsmitteln ist allerdings gering und viele Hotels wiederholen sich im Speiseplan mehr als einmal pro Woche. Zudem kommt es immer wieder vor, dass bestimmte Produkte für einen oder mehrere Tage ausgegangen sind ('no hay' = 'es hat keine/keins').
Wichtig: Wer in einem all-inclusive-Hotel logiert hat praktische keine Möglichkeit auswärts essen zu gehen:
- es gibt fast keine staatlichen und keine privaten Restaurants ausserhalb der Hotelanlagen
- die anderen Hotels verlangen happige Halbtages-Nutzungsgebühren ('media jornada' von z.B. CUC 45 pro Person)
Ausgehen
-->Schlafen
Für Pauschaltouristen gibt es in Kuba ein reichhaltiges Angebot in verschiedenen Hotelkategorien. Allerdings sind viele der Strandhotels in bestimmten, zum Teil nur für ausländische Touristen zugänglichen Gebieten, weit abseits größerer Städte geballt; so beispielsweise auf der Halbinsel Varadero oder auf den verschiedenen Cayos. Ausser in Havanna finden sich keine erstklassigen Stadthotels.
Wenn man in Kuba auf Individualreise geht und dabei mit den Einheimischen auf Tuchfühlung gehen will, so eignen sich am besten die sogenannten "casas particulares" als Übernachtungsplätze. Diese sind in praktisch jedem noch so kleinen Dorf zu finden. Man erkennt die Privatzimmer bei Familien an den weissen Klebern mit blauem Dreieck drauf an den Haustüren. Dies bedeutet auch, dass diese Vermieter eine staatliche Lizenz zur Vermietung besitzen. (Ein Kleber mit einem roten Symbol ist ein Hinweis für Vermietung nur an Kubaner.) Der Preis ist Verhandlungssache, ist oft aber zwischen 15 -25 US$. Meistens hat man auch die Gelegenheit dort ein reichhaltiges Frühstück mit viel frischem Obst und dem obligaten Reis mit Bohnen einzunehmen. Oder sogar ein Abendessen, zum Beispiel einen frischen Hummer... natürlich gegen Aufpreis. Da die Lizenz sehr teuer ist, und die Vermieter einen Grossteil der Einnahmen dem Staat abgeben müssen, gibt es logischerweise nicht nur die legalen sondern auch die illegalen, also nicht registrierten Unterkünfte. Oft wird man auf der Straße angesprochen, ob man noch eine Unterkunft suche. Es bleibt einem selber zu entscheiden, ob man es lieber legal oder illegal hat. Offiziell heisst es, bei den Legalen kann man von guter Behandlung ausgehen. Denn jede Beanstandung von Touristen kann sie ihre Lizenz kosten und sie geben sich dementsprechend ausgesprochene Mühe. Wenn man dann auch noch einige Brocken Spanisch spricht, so steht einem interessanten Gespräch mit den offenen, warmherzigen und temperamentvollen Einheimischen nichts mehr im Wege.
Lernen
Kuba verfügt über ein ausgezeichnetes Bildungswesen, es ist aber schwierig, Austauschjahre oder ähnliches dort zu organisieren, ausser bei persönlichen Kontakten. Bitte immer mit dem entsprechenden Konsulat überprüfen.
Arbeiten
-->Feiertage
| Termin | Name | Bedeutung |
| xx. yy | Xyz | Xyz |
Sicherheit
Kuba gilt als relativ sicheres Reiseland (im Vergleich zu anderen Karibik-Staaten). Was es jedoch immer mal wieder geben wird, sind Taschendiebstähle in großen Menschenmengen. Aufgrund des Sozialistischen Systems werden von der Regierung vermutlich nur die Daten veröffentlicht, die man veröffentlicht sehen will. Sprich, es gibt natürlich auch auf Kuba Kriminalität, auch wenn die Regierung dies gerne anders darstellt. Es sollte also jeder überlegen, wo er bei Dunkelheit hingeht oder nicht (eigentlich selbstverständlich, da dies sicher nicht nur für Kuba gilt).
Speziell in Tourismusgebieten wie z.B. Varadero wurde in den letzten Jahren hart gegen die so genannten Jineteros (span. Reiter) durchgegriffen. Kubaner, die mal als Schwarzhändler von Tabak oder Rum, mal als Taschendiebe und hin und wieder auch als Prostituierte auftraten, gibt es heute praktisch nicht mehr. Das gezischelte Wanna buy cigar hört man nur noch ausserhalb Varaderos und selbst da sehr selten, weil die Strafen (bis zu 20 Jahre Gefängnis) brutal sind. Auf Touristenmärkten, vorallem dem berüchtigten spanischen Markt in Havana, darf man aber nicht allzu erschreckt sein, wenn man dennoch öfters angefragt wird. Touristen lohnen ein gewisses Risiko, und mit der Öffnung Kubas sind auch gewisse Gesetze weniger abschreckend geworden, vorallem da sich Kuba gegenüber den USA als möglichst freundliches Land darstellen will, auch was den Umgang mit der eigenen Bevölkerung angeht.
Gesund bleiben
Für Kuba sind keine besonderen Impfungen notwendig, Malaria kommt auch nicht vor. Das Trinkwasser in den großen Hotels ist einwandfrei, außerhalb sollte man aber zur Sicherheit auf Eiswürfel, Speiseeis und dergleichen verzichten. Interessanterweise ist die durchschnittliche Lebenserwartung in Kuba deutlich höher als in Deutschland, was aber kaum am Rum und den Zigarren liegen dürfte sondern eher am gemächlichen Lebensrhythmus. In Kuba ist AIDS nachwievor ein Tabu. Besonders Touristen, die an sexuellen Dienstleistungen interessiert sind, stecken sich häufig beim ungeschützten Verkehr mit dieser oder einer anderen Krankheit an.
Klima
Man kann Kuba generell ganzjährig bereisen. Da es nahe am Äquator liegt und von warmen Meeren umgeben ist, bleiben die Temperaturen relativ konstant. Frost kommt praktisch gar nicht vor, allerdings weht im Winter manchmal ein unangenehmer kalter Wind aus Norden, der die Temperaturen auch schonmal bis auf 10 Grad drücken kann. September Remember heisst es in vielen Staaten der Karibik und am Golf von Mexiko. Das bezieht sich auf die alljährliche Hurrikanzeit, die im September ihren Höhepunkt erreicht. Im Gegensatz zu vielen unterentwickelten Ländern kann Kuba gerade auch wegen des strengen Regimes relativ gut mit solchen Ereignissen umgehen. Selbst wenn die einheimische Bevölkerung Hab und Gut verlieren sollte (was sehr selten vorkommt), wird man als Tourist nie allein gelassen, sondern lieber in sichere Hotels transferiert.
| Monat | J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D |
| Regentage | 6 | 4 | 4 | 5 | 7 | 10 | 9 | 10 | 10 | 11 | 7 | 6 |
| Sonnenstunden | 7 | 7 | 9 | 9 | 8 | 8 | 9 | 8 | 7 | 6 | 7 | 6 |
| Tagestemperaturen | 26 | 26 | 28 | 29 | 30 | 31 | 31 | 32 | 31 | 29 | 28 | 26 |
Der Juli und August sind die heissesten Monate. Dabei ist die eigentliche Temperatur weniger ein Problem, als die oft hohe Luftfeuchte. Am Meer ist es aber selbst im Hochsommer gut auszuhalten.
Respekt
Kuba ist nach wie vor ein sozialistisches Land, das besonders gut auf seine Einwohner aufpasst. Kritik am Sozialismus oder an Fidel Castros Person ist vielleicht nicht gerade gefährlich, man sollte sich aber dennoch zurückhalten. Es lohnt sich aber durchaus auf die Zwischentöne in einem Gespräch mit Einheimischen zu achten.
Kommunizieren
In Kuba wird Spanisch gesprochen und das leider nicht in seiner saubersten Form. Mit anderen Sprachen sieht es dagegen vergleichsweise düster aus, wenn auch oft ein paar Wörter Englisch vorhanden sind. Hin und wieder trifft man aber auf Kubaner mit erstaunlich gutem Deutsch, was dann oft Leute sind, die noch in der DDR studiert haben.
Kubareisenden wird recht schnell das bunte Gemisch an Hautfarben auffallen, wie es selbst für die Karibik nicht unbedingt typisch ist. Durch Kubas lange Geschichte im Sklavenhandel und die zeitige Abschaffung der Sklaverei, herrscht in dieser Beziehung heute eine frohe Farbenvielfalt. Konsequenterweise ist Rassismus auch kein Thema.
Mobilfunk
Kuba ist schon fast flächendeckend vom einzigen (staatlichen) Mobilfunkanbieter C_COM erschlossen. Jede(r) sollte mit seinem eigenen Mobilfunkanbieter prüfen, ob bereits ein Roaming-Vertrag besteht. Falls ja kann man auf den wichtigsten Strassen (Autobahn und Nationalstrassen) sowie in den Städten und Touristenzentren mit Abdeckung rechnen, wobei man u.U. lokal einen guten Ort suchen muss, um genügend Feldstärke zu erhalten. Auch Anrufe von einem Mobiltelefon zu einem anderen funktionieren. SMS funktioniert ebenfalls Incoming und Outgoing.
Die Kosten pro Minute sind sehr hoch. Die aktuellen Preise bitte beim eigenen Provider nachschlagen.
Falls kein Roaming-Vertrag besteht, kann man ein Mobiltelefon vor Ort mieten.
Weblinks
- Kubanische Tageszeitung 'Granma', das offizielle Organ des 'Zentralkomnitees'
- Kuba-Informationen vom 'Ministerio de Turismo de Cuba'
