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Reise Informationen

Réthymnon

In Réthymnon, einer Stadt auf der griechischen Insel Kreta, leben ca. 20.000 Menschen. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur und liegt zwischen den großen kretischen Städten Chaniá und Iráklion.

Anreise

Durch die Stadt führt die nördliche Küstenstraße, welche die Küstenstädte direkt mit der Inselhauptstadt Iráklion und damit auch mit dem Flughafen verbindet. Die Strecke von etwa 80 Kilometern ist z.B. mit einem Bus oder Mietwagen in etwas mehr als einer Stunde zurückgelegt. Ein weiterer Flughafen befindet sich im ca. 60 Kilometer entfernten Chaniá.

Wer lieber mit dem Schiff anreist, kann dies vom griechischen Hafen Piräus aus tun, der mit einer Fährverbindung direkt mit Réthymnon verbunden ist. Der entsprechende Hafen in Réthymnon ist nicht viel mehr als eine Landungsbrücke und liegt direkt neben dem alten venezianischen Hafen, der einen wohltuenden Kontrast dazu bietet.

Mobilität

Die Stadt selbst ist so klein, dass man nicht auf Verkehrsmittel angewiesen ist, so lange man in Réthymnon bleiben will. Um sie zu erkunden, geht man am besten zu Fuß. Die engen Gassen mit den vielen kleinen Läden, die Burg und der Stadtpark sind nur einige Dinge, die sich ohnehin nur auf Schusters Rappen entdecken lassen.

Sehenswürdigkeiten

Fortézza

Im Nordwesten der Stadt, nur durch die Straße von der Küste getrennt, liegt auf einem Hügel eine alte venezianische Festung, die Fortézza. Gegen ein geringes Entgelt kann man sie besichtigen und hat einen wunderbaren Ausblick auf Réthymnon und das Meer. Im rückwärtigen Teil der Festung, also zum Landesinneren hin, befindet sich ein kleines Freilufttheater, in dem im Sommer kulturelle Veranstaltungen sowohl Einheimische als auch Touristen gleichermaßen anziehen. Gleich neben der Festung befindet sich ein archäologisches Museum, das in gut klimatisierten Räumen in mehreren Sprachen die Funde aus der Umgebung dokumentiert.

Die Festung wurde ca. von 1570 bis 1600 nach den Plänen von Michele Sanmicheli erbaut und war ursprünglich eine Stadt in der Stadt, komplett ausgestattet mit Kirche, Wohn- und Verwaltungsgebäuden und Vorratshäusern. Selbst der Bischof hatte dort seine Residenz. Nach den Venezianern nutzten die türkischen Besatzer die Anlage als Stützpunkt, wovon heute noch eine in der Fortézza befindliche, aber wohl nicht mehr genutzte Moschee zeugt.

Venezianischer Hafen

Diese heute noch als Fischerhafen genutzte Anlage ist das sichtbarste Vermächtnis der Venezianer. Die dort stehenden Gebäude lassen tatsächlich ein wenig das Gefühl aufkommen, in Venedig zu sein. Viele von ihnen stehen unter Denkmalschutz, sind aber im Großen und Ganzen gut erhalten und beherbergen neben Wohnungen in den oberen Stockwerken auch teure Restaurants im Erdgeschoss, die vornehmlich Fischgerichte servieren. Vorsicht beim Vorbeigehen - die Kellner sind recht aufdringlich. Der Leuchtturm in der Hafeneinfahrt wirkt ein wenig klein geraten, stammt aber aus der gleichen Zeit wie die Häuser und wird wohl seinen Zweck erfüllt haben.

Stadtpark

Mitten in der Neustadt liegt ein großzügig angelegter Park, der mit vielen Bäumen Schatten spendet und zum Ausruhen einlädt. Er wird wie in praktisch jeder Stadt auf der Welt von Joggern genauso genutzt wie von Fahrradfahrern, Fußgängern und Hundebesitzern. Hin und wieder finden dort auch kulturelle Veranstaltungen, wie etwa Konzerte, statt.

Altstadt

Die Altstadt, die von der Neustadt durch die Megali Porta, das einzige erhaltene Teilstück der ehemaligen Befestigungsanlage, getrennt wird, verzaubert auf den ersten Blick. Enge Gassen mit vielen kleinen Läden wechseln sich mit breiteren, mit Andenken-Geschäften und Juwelierläden gespickten Straßen ab. Orientierungspunkt ist stets der Turm der über die Dächer ragenden Moschee. Sehenswürdigkeiten sind hier das türkische Bad, der Shop des archäologischen Museums und der Rimondi-Brunnen, der 1629 gebaut wurde und seit über 350 Jahren Mittelpunkt des Stadtlebens ist.

Aktivitäten

Réthymnon selbst eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Erkundungstouren, ist aber auch selbst einen näheren Blick wert. Insbesondere die Altstadt ist sowohl architektonisch als auch atmosphärisch hochinteressant. Die Gefahr des Verlaufens ist äußerst gering, da man früher oder später entweder auf die Küstenstraße oder eine andere breite Hauptstraße trifft, anhand derer man sich auf einem Stadtplan wieder orientieren kann. Zudem bietet das Minarett der örtlichen Moschee einen weithin sichtbaren Anhaltspunkt. In manch einem etwas abseits gelegenen Geschäft lassen sich einige Dinge finden, die in den Touristenshops nicht vorhanden sind. Vom Stadtbummel kann man sich anschließend am weitläufigen Sandstrand erholen, der nicht weit vom Venezianischen Hafen entfernt beginnt. Im Sommer bieten die dort angesiedelten Hotels auch Wassersportmöglichkeiten an.

Einkaufen

Shopping ist in Réthymnon etwas schwierig, da die meisten Läden auf Touristen ausgerichtet sind und daher entsprechende Mitbring-Artikel anbieten, die vielfach schlicht als wertloser Kitsch zu bezeichnen sind. Dazwischen findet sich jedoch auch meistens ein Kleinod, wie beispielsweise ein Schachspiel aus Jade mit Figuren aus der minoischen Kultur.

Besonders vorsichtig sollte man bei den fast in jeder Straße vorhandenen Juwelieren sein. Kaum betrachtet man etwas eingehender die Auslage, springt die Tür auf und freundlich lächelnde Angestellte komplimentieren den überrumpelten Besucher in die Verkaufsräume. Besteht wirklich Interesse an einem Schmuckstück, so sollte man hart verhandeln - Preisnachlässe von 60% sind durchaus möglich. Qualitativ ist der Schmuck in der Regel recht hochwertig, und lokaltypische Motive wie etwa der Diskus von Phaistos sind ein wertvolles und dauerhaftes Andenken.

Als Hotelgast benötigt man nur selten Dinge des täglichen Bedarfs, aber dennoch sollte man sich die Zeit nehmen und durch die kleineren, durchaus modern eingerichteten Läden schlendern. Mineralwasser ist dort besonders günstig und aufgrund der Hitze unbedingt erforderlich. In der Altstadt findet man auch traditionelle Geschäfte wie Fischer und Fleischer, die im Prinzip aus einem großen Raum mit fehlender Straßenwand bestehen. In der Auslage befinden sich stets frische Produkte, welche die Vielfalt der kretischen Küche erahnen lassen. Mittwochs sollte man den Markt besuchen, der regionstypisch orientalisch angehaucht ist und wo neben Obst und Gemüse auch lebende Tiere wie Hasen, Lämmer oder Vögel angeboten werden. Außerdem gibt es dort Lederwaren und Jeans zu günstigen Konditionen.

Küche

Günstig

Mittel

Gehoben

Ausgehen

Günstig

Mittel

Gehoben

Unterkunft

Günstig

Mittel

Gehoben

Weiter geht's

Von Réthymnon aus empfiehlt sich eine Busfahrt nach Chaniá, der ehemaligen Inselhauptstadt. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und vermittelt einen guten Eindruck von der lokalen Kultur. Viele Veranstalter organisieren zudem Ausflüge zum Palast von Knossós und nach Iráklion, das man aber ebenso wie Chaniá auch mit dem öffentlichen Bus erreichen kann.

Weblinks

[1] Informative Seite zur Stadt [englisch]

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