Reise Informationen
Singapur
Singapur ist ein Stadtstaat in Südostasien. 1819 wurde Singapur von Sir Thomas Stamford Raffles als Handelsposten der East India Company errichtet. Bis 1959 war es dann britische Kolonie, vereinigte sich 1963 mit Malaysia, zog sich jedoch schon zwei Jahre später wieder aus dem Verbund zurück und wurde unabhängige Republik. Nach und nach entwickelte sich Singapur zu einem der erfolgreichsten Ländern weltweit, mit festen internationalen Handelsbeziehungen (sein Hafen gehört zu den größten der Welt) und einem pro Kopf Bruttosozialprodukt, dass dem der führenden Nationen Westeuropas gleicht. Man kann zwar durchaus der Meinung sein kann, dass es Singapur an eigener Originalität und einem Wahrzeichen (wie dem Eiffelturm in Paris oder dem Burj-al-Arab in Dubai) fehlt; nichts desto trotz ist Singapur - wie es der Slogan "Uniquely Singapore" des Fremdenverkehrsbüros verspricht - in jeder Hinsicht einmalig und ein idealer Ort für einen hochinteressanten und entspannenden Urlaub!
| Flagge | |
|---|---|
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Singapur |
| Staatsform | Parlamentarische Republik |
| Währung | 1 Singapur-Dollar (S$) = 100 Cents |
| Fläche | 693 km² |
| Bevölkerung | 4,35 Mio |
| Amtssprache | Englisch (offiziell), Chinesisch (offiziell), Malaiisch (offiziell und Amtssprache), Tamil (offiziell), |
| Religion | Buddhisten (chinesisch), Muslime (malaysisch), Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten, |
| Telefonvorwahl | +65 |
| Internet TLD | .sg |
| Zeitzone | UTC+8h |
Regionen

Singapur ist ein sehr kleines Land auf einer kleinen Insel, aber mit vier Millionen Einwohnern eine recht große Stadt, die aus mehr oder weniger großen "Stadtteilen" besteht.
- Central Business District — Das CBD ist sozusagen die Innenstadt von Singapur, die aus folgenden Teilen besteht:
- Financial District — Wolkenkratzer der globalen Finanzwelt
- Chinatown — seit 1828 auf Empfehlung von Stamford Raffles angelegtes Distrikt der Chinesischen Siedler
- Orchard Road — Singapurs weltbekannte Shopping-Meile
- Riverside — hier findet man Museen, Denkmäler und Theater, und nicht zuletzt jede Menge Restaurants, Bars und Clubs
- Bugis and Kampong Glam — Bugis and Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.
- Little India — In diesem Gebiet um die Serangoon Road ließen sich seit dem 19. Jahrhundert indische Einwanderer nieder, und es entwickelte sich seitdem zum indischen Zentrums Singapurs.
- East Coast — Die East Coast um Bedok ist eine von Singapurs größten Wohngegenden, der East Coast Park an der Küste ist ein künstlich angelegtes Naherholungsgebiet mit Stränden, Grillplätzen, Fitnessgebieten und hervorragenden Restaurants.
- North and West — Der Norden und Westen Singapurs besteht aus großen Wohn- und Industriegebieten, u.a. Woodlands und Jurong.
- Central — In der "Mitte" Singapurs findet man neben Wohngebieten auch noch einige Naturreservate mit Regenwäldern, Stauseen und Parks.
- Sentosa — Sentosa ist Singapurs größte Insel, die bis 1967 den Briten als Militärbasis diente, heute jedoch zu einer erstaunlichen Freizeitinsel für alle Altersstufen und Interessen verwandelt wurde.
Weitere Ziele
Auch wenn es Singapurs Größe nicht unbedingt vermuten lässt, hat das Land doch jede Menge interessante Sachen zu bieten, die es zu entdecken gilt, so dass man in Singapur problemlos einen abwechslungsreichen Urlaub machen kann, der mehr als nur ein paar Tage (das ist im Moment noch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Singapur-Reisenden) dauert.
Außerdem kann man von Singapur noch Ausflüge zu den umliegenden Inseln machen, und dort ein paar ruhigere Stunden verbringen. Zu den Badeinseln zählen Kusu Island, St. John's Island, Lazarus Island und die Sister Islands, die den Besuchern teilweise sogar Duschen oder BBQ-Plätze zur Verfügung stellen, und sehr sauber sind (typisch Singapur eben). Im Norden Singapurs kann man Pulau Ubin, Singapurs zweitgrößte Insel (nach Sentosa) besuchen und dort noch unberührte Natur erleben.
Außerdem bietet es sich wirklich an, eine Singapur-Reise mit einem Badeurlaub in Indonesien oder Malaysia zu kombinieren. Unweit von Singapur liegt zum Beispiel die indonesische Insel Bintan, die noch ein echtes nahezu unberührtes Urlaubsparadies ist, ebenso wie die malysischen Tioman Islands. Diese Inseln sind sehr gut und günstig mit komfortablen Schnellbooten von Singapur zu erreichen.
Hintergrund
In Singapur hat ein Reisender die Gelegenheit, ganz Asien in einem einzigen Land zu finden, denn die Bewohner Singapurs sind Chinesen, Malayen, Inder sowie jede Menge Gastarbeiter und Auswanderer aus allen Ländern der Welt. Als Staat, der für seine strengen Gesetze und Strafen überall bekannt ist, genießt Singapur teilweise einen eher langweiligen Ruf, jedoch ist die "Schweiz von Asien" für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Armut, dem Chaos und der Kriminalität, die in so vielen Teilen des asiatischen Kontinentes vorherrschen.
Doch Singapur hat auch noch mehr zu bieten: An erster Stelle steht sicherlich das legendäre singapurische Essen mit seinen geschäftigen Hawker Centres und 24-h-Coffee Shops, die unschlagbar günstiges Essen aus allen Länder Asiens anbieten; dicht gefolgt vom Einkaufen, denn Shopping-Meccas wie die Orchard Road oder Suntec City laden zum unbegrenzten Geldausgeben ein.
Nicht zuletzt ist zu bemerken, dass sich gesellschaftliche Restriktionen in den letzten Jahren immer mehr aufgelockert haben, und es mittlerweile sogar möglich ist, sich beim Bungee Jumping oder Table Dancing zu vergnügen. 2009 werden dann auch die ersten Casinos eröffnen, als Teil von Singapurs neuer Kampagne für Spaß und Unterhaltung, mit der man die Zahl der Touristen verdoppeln und ihre Aufenthaltsdauer erhöhen will. Und in Zukunft wird es sicher noch mehr Aktionen geben, mit denen sich Singapur vom "Fine-Staat" zum "Fun-Staat" wandeln will.
Anreise
Die meisten Einreisenden benötigen kein Visum [1]. Bei der Einreise wird eine kostenlose Einreiseerlaubnis für 14-30 Tage erteilt.
WARNUNG: Singapur hat sehr strenge Drogengesetze. Für den Handel auch mit relativ geringen Mengen Drogen ist die Todesstrafe vorgesehen! Sie wird auch an Ausländern trotz Intervention ihrer Regierungen vollstreckt. (Bei Todesstrafen-Urteilen wird von der SCHULD des Angeklagten ausgegangen. Als Reisender, der mit Drogen im Gepäck erwischt wird, muss man also seine Unschuld beweisen. Es wird daher dringend empfohlen, besonders auf das eigene Gepäck zu achten.)
Die Einfuhr von Zigaretten ist, bis auf eine geöffnete Packung (nicht Stange!), nicht erlaubt. Der Einreisende kann entweder die Steuern bezahlen, oder die Zollbeamten verwahren die Zigaretten bis zur nächsten Ausreise. Einheimische können nur zwischen der Bezahlung der Steuern und der Zerstörung der Zigaretten wählen.
Es bestehen 2 Landverbindungen mit Malaysia. Der Causeway im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit Johor Bahru (Malaysia) mit einer Straßen und Bahnverbindung. Eine zweite Verbindung besteht über eine Brücke im Westen Singapurs, welche 1996 fertiggestellt wurde. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit Gelang Patah (Malaysia).
Flugzeug
Die einfachste Art der Einreise ist das Flugzeug. Neben der bekannten Fluggesellschaft Singapore Airlines gibt es auf der Insel auch Billiganbieter wie Tiger Airways, Jetstar Asia und Valuair.
Changi Airport
Changi Airport (SIN) ist der wichtigste Flughafen des Landes und gilt als wichtiger Asiatischer Knotenpunkt. Der Flughafen liegt im Osten des Stadtstaates und ist gut organisiert und die Abwicklung (Einreise, Gepäcklogistik) ist schnell. Es gibt derzeit 2 Terminals, die über eine Einschienenban (Skytrain) miteinander verbunden sind: Singapore Airlines benutzt Terminal 2, die meisten anderen Fluglinien Terminal 1. Ein drittes Terminal befindet sich bis 2006 im Bau.
Der Zeitvertreib bei der Durchreise fällt in Changi leicht: Es gibt ein Kino (Terminal 2), Schwimmbad und Fitnessstudio (Terminal 1), und ca. 200 gratis Internet PCs/gratis Wireless Internet.
Außerdem gibt ein Hotel im 3. Stock der beiden Terminals: Ambassador Transit Hotel, Tel. +65-6541-9106, [2]. Es ist ohne Einreisekontrolle zugänglich; Zimmer gibt es für 6-Stunden-Blöcke mit stundenweiser Erweiterungsmöglichkeit. Auch das Mieten einer Dusche (ohne Zimmer) ist hier möglich.
Vom Flughafen aus gibt es mehrere Möglichkeiten, in die Stadt zu gelangen:
- Taxi
- Gleich nach dem Zoll findet man Schilder, die zum Taxibereich führen. Es werden immer Taxameter verwendet, die Preise sind günstig. Eine Fahrt in die Stadt kostet ca. S$15.00 (inklusive S$3-5 Flughafen-Aufschlag).
- MRT
- Die MRT, Singapurs U-Bahn, fährt bis zum Terminal 2. In Tanah Merah muss man in einen anderen Zug umsteigen. Die 30minütige Fahrt bis zum Rathaus (City Hall station) kostet S$1.40 (plus S$1 Kaution für ein Einzelfahrt-Ticket).
Seletar Airport
Flüge zu den Malaisischen Inseln Redang und Tioman mit Berjaya Air starten von Seletar Airport (XSP) aus, nicht von Changi. Die einzige Transportmöglichkeit zu Seletar ist das Taxi (Flughafen-Aufschlag von S$3).
Bahn
Singapur besitzt keine eigene Eisenbahn, es gibt lediglich eine eingleisige Eisenbahnverbindung mit Malaysia. Eine Erweiterung auf 2 Gleise und Strombetrieb wurde von Malaysia zwar angestrebt, wird aber vom neuen malayischen Ministerpräsidenten vorerst blockiert. Die Malaysische Eisenbahn fährt mehrmals täglich von Kuala Lumpur nach Singapur, darunter ein Nachtzug von Kota Bahru entlang der "Jungle Line" im Nordosten Malaysias. Die Züge sind sauber und effizient, jedoch langsamer als Busse.
Die Fahrtdauer von Singapur Hbf. nach Kuala Lumpur beträgt mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von nur 40-60 km/h etwa 7 Stunden. Die Züge fahren ab vom Haupbahnhof Tanjong Pagar. Die Eisenbahnstrecke ist Eigentum von Malaysia, man muss daher bereits vor dem Einsteigen des Zuges die malayische Grenzkontrolle passieren, selbst wenn man Singapur noch nicht sofort verlässt. Auf der Rückfahrt kann man den Zug auch direkt nach dem Passieren der Grenzkontrolle in Woodlands verlassen.
Schiff
Kreuzfahrtschiffe mit Station in Singapore legen alle am Cruise Centre des Harbour Front Centres an, welches sehr zentral, kurz vor der Freizeitinsel Sentosa liegt.
Der regionale Fährverkehr läuft über das Tanah Merah Ferry Terminal, was unweit des Changi Airports liegt. Von dort fahren z.B. Schnellbote zu indonesischen oder malayischen Urlaubsinseln.
Mobilität
In Singapur umherzufahren ist mühelos. Das Nahverkehrssystem gehört zu den besten der Welt, und Taxis sind unschlagbar günstig. Falls man mehrere Tage in Singapur ist, lohnt es sich auf jeden Fall eine EZ-link-Karte oder alternativ die Visitors Card (die eine EZ-Link-Karte beinhaltet) zu kaufen.
Bahn
Singapurs U-Bahn-Netz wird von der SMRT Corp. betrieben und ist gut ausgebaut. Die MRT (Mass Rapid Transit) ist ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel. Tickets können bei Automaten an den Haltestellen oder beim Kassierer gekauft werden. Die Preise (bar oder per EZ-link-Karte zu bezahlen) für ein Einzelticket reichen von S$0,80 bis S$2,00 (plus S$1,00 Pfand).
- Bezahlen mit der EZ-link-Karte
- Die Verwendung der EZ-link-Karte funktioniert so: Beim Einsteigen wird die Karte kurz zum Kartenleser gehalten. Dabei wird der maximale Ticketpreis abgebucht. Beim Aussteigen hält man die Karte noch einmal zum Lesegeret, und die Differenz wird rückerstattet.
Bus
Im sehr gut ausgebauten Nahverkehrs-Bus-System gibt es keinen fixen Fahrplan. Stattdessen wird an den Haltestellen das Fahrintervall der Busse angegeben.
Das Tarifsystem bei Barzahlung ist sehr komplex. Am besten sollte man sich beim Fahrer nach dem Preis erkundigen, der bei Barzahlung etwas höher liegt. Eventuell anfallendes Wechselgeld wird nicht ausbezahlt. Die Bezahlung ist jetzt auch mit der EZ-link-Karte der MRT möglich, die Abrechnung erfolgt dabei über das gleiche System wie in der MRT (siehe Bezahlen mit der EZ-link-Karte).
Auto
In Singapur herrscht durch den ehemaligen Status der englischen Kolonie Linksverkehr.
Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden.
Mietwagen in Singapur sind generell sehr teuer (ab S$100 pro Tag + Treibstoff und Maut). Bei einem Ausflug nach Malaysia wird empfohlen, erst nach der Grenze ein Auto zu mieten. Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte.
Cityspeed bietet Carsharing an.
Taxi
Taxis sind weit verbreitet und günstig. Eine Fahrt im zentralen Geschäftsgebiet kostet normalerweise nicht mehr als S$8,00. Es werden S$2,40 "Grundgebühr" berechnet, die für 1 Kilometer reichen, anschließend wird je 200m um 10 Cent erhöht. Allerdings können zusätzliche Kosten (im Bereich von wenigen Dollar) entstehen, z.B. Aufschlag in der Hauptverkehrszeit, Maut, ... Nach Mitternacht gibt es einen Aufschlag von 50%.
Im Zentrum ist es zur Hauptverkehrszeit empfehlenswert, ein Taxi zu rufen. Telefonnummern einiger Taxiunternehmen sind: Comfort 6552-1111, Tibs 6555-8888, City Cab 6552-2222, Smart 6485-7700 und Trans cab 6553-3333, Comfort, Tibs und City Cab sind die größten Unternehmen.
Es kann zu starken Engpässen kommen, besonders während der Rush-Hour, Samstags und bei Regen.
Trishaw
Trishaws sind kleine Dreirad-Wagen, die v.a. auf Touristen ausgelegt sind. Sie sind in der Gegend um Chinatown und dem Singapur River zu finden. Vor dem Einsteigen sollte man unbedingt den Preis verhandeln, der aber kaum unter S$10 liegen wird.
Boot
Bumboats, die regelmäßig über den Singapore River fahren, bieten eine gute Aussicht auf Hochhäuser, Kolonialbauten und Shophouses des Central Business Districts, so dass man eine Fahrt mit ihnen auf keinen Fall versäumen sollte. Entlang des Rivers gibt es mehrere Haltestellen, von denen die Boote laufend zu Rundtouren starten.
Ebenfalls interessant sind Hafenrundfahrten, die am Marina Bay von verschiedenen Anbietern mehrmals täglich angeboten werden. Sie bieten vor allem einen guten Panoramablick auf die Innenstadt und den riesigen Hafen, sowie die südlichen, meist unbewohnten Inseln.
Außerdem kann man von Changi Village aus mit dem Boot nach Pulau Ubin übersetzen, um auf dieser Insel noch das Singapur der 60er Jahre zu erleben.
Sprache
Singapurs offizielle Sprachen sind Englisch, Malaiisch, Mandarin, Tamil. Englisch wird von fast jedem/r Singapurer/in unter 40 gesprochen, der als "Singlish" bezeichnete Dialekt kann jedoch schwer zu verstehen sein, weil auch Wörter und Phrasen (und teilweise der Satzbau) von anderen Sprachen, v.a. Chinesisch, verwendet werden. Dabei werden komplexe Satzstrukturen häufig vereinfacht, Plurale verschwinden, Verbkonjugationen werden durch Adverbe ersetzt, Fragen werden an die Chinesische Syntax angepasst und seltsame Partikel (besonders das berüchtigte "lah") erscheinen:
Singlish: You wan' beer or not? No lah, drink five botol oreddi. English: Do you want a beer? No, thanks, I've already drunk five bottles.
Dank landesweiter Kampagnen sind jedoch die meisten jüngeren Singapurer in der Lage, so genanntes "Gutes Englisch" zu sprechen, ebenso wird das Sprechen von Mandarin gefördert. Außerdem werden Chinesische Dialekte (vor allem Hokkien) und Indische Sprachen gesprochen.
Sehenswürdigkeiten
Das kleine Land hat ein breites Spektrum an Sehenswürdigkeiten zu bieten, von Hochhäusern und Kolonialbauten über Kirchen und Tempel, Museen und Themenparks, Naturreservaten und Tiergärten, Kultur und Küche bis zu Einkaufszentren und Stränden.
- Financial District
- Esplanade - Theatres on the Bay
- Padang
- Supreme Court und City Hall
- Old Parliament House
- Empress Place
- Raffles' Landing Site
- CHIJMES
- Fort Canning Park
- Singapore Art Museum
- Raffles Hotel
- Raffles Place und UOB Plaza
- Chinatown
- Shophouses
- Sri Mariamman Temple
- Jamae Mosque
- Thian Hock Keng Temple
- Orchard Road
- Godwood Park Hotel
- Ngee Ann City, Centrepoint, Plaza Singapura
- Peranakan Place
- Istana
- Riverside
- Robertson Quay
- Clarke Quay
- Boat Quay
- Fullerton
- Merlion Park
- Bugis and Kampong Glam
- Parco Bugis Junction
- Istana Kampong Glam
- Sultan Mosque
- Arab Street
- Little India
- Serangoon Road
- Shophouses und Tempel
- East Coast
- Geylang
- Katong
- North and West
- Chinese and Japanese Gardens
- Jurong Bird Park
- Pasir Ris
- Central
- Singapore Botanic Gardens und National Orchid Garden
- Singapore Zoo und Night Safari
- Bukit Timah Nature Reserve
- Sentosa
- Butterfly Park, Underwater World, Fort Siloso, Carlsberg Sky Tower
- Palawan Beach, Tanjong Beach, Siloso Beach
Kaufen
Landeswährung ist der Singapore Dollar, abgekürzt mit SGD, S$ oder einfach nur $. Ein Doller ist unterteilt in 100 Cents. Es existieren Münzen zu $0.05 (gold), $0.10 (silber), $0.20 (silber), $0.50 (silber) und $1 (gold), außerdem gibt es Scheine im Wert von $2 (lila), $5 (grün), $10 (rot), $50 (blau), $100 (orange), $1000 (lila) und $10000 (gold). Der Brunei Dollar hat den gleichen Nennwert wie der Singapore Doller und die Währungen sind untereinander austauschbar, man braucht sich also nicht zu wundern, falls man einen Brunei-Geldschein als Wechselgeld erhält.
Im Oktober 2005 entsprach ein Euro 2,03 S$.
Restaurants geben die Preise meistens in der Form $19.99++, was bedeutet, dass die Preise Steuern (5%) und Bedienung (10%) noch nicht enthalten und zum Rechnungsbetrag am Ende noch addiert werden. Hotels und eingebildete Restaurants geben die Nettopreise eventuell sogar als +++ an, wobei das dritte Plus 1% CESS (einer Art "Touristensteuer") entspricht , was einen Gesamtzuschlag von 16,55% ausmacht.
Trinkgelder sind in Singapur unüblich, selbst Taxifahrer geben das Wechselgeld im Allgemeinen bis auf den letzten Cent raus, oder runden sogar zu ihren Ungunsten ab, um sich nicht mit Kleingeld rumplagen zu müssen.
Preise
Verglichen mit asiatischem Standard ist Singapur teuer, für Touristen aus den meisten Industrienationen ist es hier jedoch immer noch günstig: 50 S$ pro Tag ist ein perfektes Auskommen für einen Backpacker, insbesondere Essen bekommt man mit dem excellenten Hawker Food für weniger als 5 S$ pro Mahlzeit fast geschenkt. Für die Unterkunft zahlt man hingegen schon etwas mehr, aber ein Bett in einem Hostel findet man auch schon für weniger als 20 S$; und selbst in den meisten Luxushotels (vom Raffles vielleicht abgesehen) kann man sich mit den richtigen Rabatten schon für 200 S$ einquartieren.
Shopping
Neben Essen ist Einkaufen die große Lieblingsbeschäftigung der Singapurer, und dementsprechend ist Singapur das Einkaufsparadies schlechthin. Die größte Einkaufsstraße ist die Orchard Road, in der sich ein Einkaufszentrum an das nächste reiht, welche vor allem Nobelgeschäfte beherbergen, und dementsprechend hoch sind auch die Preise. Günstigere Preise findet man in Bugis, hier gibt es die neuesten Trends (und daher ist es in erster Linie bei Singapurs Teenagern sehr beliebt). Die besten Preise und interessantesten Sachen gibt es in Little India oder Chinatown, denn hier leben und kaufen die einheimischen ethnischen Gruppen Singapurs, wobei es aber auch schon viele Läden gibt, die sich speziell auf Touristen eingerichtet haben.
Dank niedriger Steuern und Zölle ist Elektronik in Singapur vergleichsweise günstig. Allerdings sollte man die Touristen-orientierten Geschäfte auf der Orchard Road (besonders den berüchtigten Lucky Plaza) meiden, und statt dessen besser die Funan oder Mustafa Shopping Mall ansteuern, dort bekommt man im Allgemeinen gute Ware zu angemessenen Preisen ohne übers Ohr gehauen zu werden. Für Computerzubehör empfiehlt sich auch der Sim Lim Square. Auf alle Fälle sollte man sich vor jedem Kauf bewusst sein, dass in Singapur 220V Spannung mit einem 3poligen Stecker verwendet wird.
Im Gegensatz zu den meisten anderen südost-asiatischen Ländern werden in Singapur Raubkopien nicht öffentlichen verkauft, und auf den Import solcher Ware stehen hohe Strafen. Trotzdem ist es nicht unbedingt schwierig, in Little India oder sogar in den Unterführungen der Orchard Road Fälscherware zu finden.
Küche
Wie schon erwähnt ist Essen eine Art Volkssport in Singapur, und somit ist das Land als Schmelztigel der Kulturen wahrhaftig eine kulinarische Reise wert! Der Vielvölkerstaat ist ein Paradies für Gourmets, der eine einmalige Auswahl an Geschmacksrichtungen bietet: chinesische, malaiische, indische, thailändische, indonesische, japanische und koreanische Gerichte bietet die einheimische Kochkunst, aber auch der eingeschworene Konsument westlicher Speisen muss auf europäisches oder amerikanisches Essen nicht verzichten.
So breit wie die Auswahl an Geschmacksrichtungen, so vielfältig ist das Angebot an Restaurants im Stadtstaat. Die einheimische Küche kann man am besten in den einfachen Garküchen der Hawker Centres oder Foodcourts testen, wo landestypische Gerichte sehr schnell und preiswert (ein Gericht kostet nur wenige Dollar) serviert werden. In den luxoriösen klimatisierten Restaurants und Hotels findet man exzellente Kulinaria aus der ganzen Welt, allerdings zu entsprechend höheren Preisen.
lokale Spezialitäten
Folgende Gerichte gehören zu den Lieblingsgerichten der Einheimischen und sollten auf der Tagesordnung jedes Reisenden stehen:
- Satay — Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln
- Laksa — Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps
- Hainanese Chicken Rice — gedünstetes Hähnchen mit Duftreis und Chili-Soße
- Chilli Crab — hartschalige Krebse mit einer Tomaten-Chili-Soße
- Char kway teow — verschiedene gebratene Nudeln mit einer dunklen, süßen Soße, Fischfrikadellen, chinesischen Würstchen, Hähnchen oder Shrimps und Gemüse
- Fish Head Curry — in scharfer Currysoße gegarte Fischköpfe mit Gemüse und Reis
- Rojak — Salat aus Früchten und Gemüse mit Krabbenpaste und Erdnüssen
- Hokkien Fried Mee — gelbe Nudeln mit Schweinefleisch, Shrimps und Gemüse
- Durian — eine tropische Singapur-typische Frucht, um die die meisten Touristen wegen ihres Gestanks angeekelt einen großen Bogen machen. Von den meisten Einheimischen wird die Durian jedoch als Spezialität betrachtet.
Hawker Centre und Foodcourts
Die billigste und beliebteste Art in Singapur zu Essen sind Hawker Centre. Die heutigen Hawker Centre sind eine Ansammlung früherer Straßenverkäufer, die von der Regierung in geschlossene Komplexe gelenkt wurden, um so die Hygiene zu verbessern. Preise sind niedrig (die meisten Gerichte kosten 2-5 S$ ), Hygiene-Standards hoch (die einzelnen Garküchen, sogenannte Stalls, werden regelmäßig kontrolliert und bewertet) und das Essen kann ausgezeichnet sein (ein Indiz für gutes Essen sind lange Schlangen vor einem Stall). An Atmosphäre mag es mitunter mangeln, es gibt auch keine Klimaanlage, jedoch ist der Besuch eines Hawker Centres ein unbedingtes Muss eines Singapur-Aufenthalts!
In den Hawker Centres ist es üblich, sich zuerst einen Tisch zu suchen und ihn irgendwie zu belegen, sich die Tischnummer zu merken und sich dann bei den Garküchen die angebotenen Gerichte anzusehen. Hat man sich für eins entschieden, nennt man bei der Bestellung seine Tischnummer und bekommt es wenige Zeit später an den Tisch geliefert. Bezahlt wird erst, wenn man das Essen erhält. Gelegentlich gibt es auch Stalls mit Selbstbedienung, in denen man sich das Gericht dann selber abholen muss.
In Singapur hat quasi jeder Wohnblock sein eigenes Hawker Centre, denn Singapurer kochen selten zu Hause und nehmen fast jede Mahlzeit außer Haus ein. Die beliebtesten Hawker Centre bei Touristen sind die zentral gelegenen Newton Circus (nahe der Orchard Road) und Lau Pa Sat (nahe des Singapore River), — weshalb sie aber nicht unbedingt die billigsten und besten sein müssen, vielmehr sollte der anspruchsvolle Gourmet sein Glück statt dessen lieber in Chinatown versuchen. Aktuelle Informationen über das beste Hawker Food der Stadt findet man unter Makansutra.
Foodcourts sind die verbesserte und klimatisierte Version der Hawker Centre. Man findet sie im Untergeschoss fast jeder Shopping Mall, das angebotene Essen ist das gleiche, unter Umständen jedoch etwas 1-2 S$ teurer.
Restaurants
Singapur bietet eine große Auswahl an Restaurants, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Als Hafenstadt sind Meeresfrüchte in Singapur eine allgemein anerkannte Spezialität, die besten Fischrestaurants findet man an der East Coast. Restaurants mit moderaten Preisen und internationalem Angebot findet man in CHIJMES, am Singapore River und in Holland Village. Luxusrestaurants gibt es vor allem in den Hotels der gehobenen oder Luxusklasse, wo Köche aus den verschiedenen kulinarischen Richtungen ausgezeichnete Gerichte der Fusion Cuisine kreieren.
- Einen einmaligen Ausblick bietet das Equinox, das höchste Restaurants Asiens, was sich im 70. Stockwerk des markanten Swissôtel The Stamford befindet. Hier hat man bei ausgezeichnetem Essen in faszinierender Atmosphäre einen perfekten Blick auf das CBD mit seinen Kolonialbauten, dem Singapore River und den Wolkenkratzern der Finanzwelt.
Coffee Shops
Coffee Shops sind das singapurische Äquivalent zu Kneipen, denn hier trifft man sich nicht nur morgens zum Frühstück, sondern auch auf ein Schwätzchen beim Bier am Abend. Auch wenn es der Name nicht unbedingt vermuten lässt, bieten Coffee Shops neben verschiedenen Kaffeearten eine große Auswahl an Getränken und kleineren oder größeren Gerichten.
Die meisten Coffee Shops gehören zu lokalen Ketten wie Coffee Bean and Tea Leaf, Coffee Club und Délifrance, die zu Hauf im CBD vertreten sind. Einen einfachen Iced Coffee bekommt man jedoch selten unter 4 S$, wobei ein einheimischer teh tarik or kopi Kaffee in jedem Hawker Centre schon für weniger als 1 S$ zu haben ist.
Ausgehen
Singapurs Nachtleben ist zwar kein Vergleich zu Patpong, jedoch auch nicht zu verachten. Einige Clubs haben sogar 24-Stunden geöffnet, und nur wenige schließen vor 4 Uhr morgens. Das Nachtleben konzentriert sich hauptsächlich auf das CBD, vor allem auf die Mohammed Sultan Road und den Singapore River.
Alkohol
Alkohol ist quasi überall verfügbar, jedoch auf Grund Singapurs hoher "Sündensteuern" ziemlich teuer, obgleich die Preise in letzter Zeit leicht gesunken sind, und man mittlerweise in einem Hawker Centre ein Bier für weniger als 6 S$ bekommt. In Bars oder Restaurants zahlt man jedoch für Drinks weiterhin exorbitante Preise (mindestens 10 S$).
- Wie auch in Malaysia ist Tiger Beer, ein eher mildes Lager, Singapurs meistgetrunkenes Bier.
- Touristen scharen sich in der Long Bar des Raffles Hotel um den original Singapore Sling zu probieren, der jedoch bei den Einheimischen keinen guten Ruf genießt und gemieden wird.
Tabak
Tabak wird ebenfalls heftig besteuert und ist daher sehr teuer. Bei der Einreise nach Singapur darf man nicht mehr als zwei Päckchen (einzelne Päckchen, keine Stangen!) einführen. An den meisten öffentlichen Plätzen ist Rauchen nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt, und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist Rauchen komplett verboten.
Prostitution
Prostitution wird in sechs bestimmten Gegenden toleriert, einschließlich Geylang, wo man — nicht zufällig — auch die günstigsten Unterkünfte der Stadt findet. Die Branche hält sich in Singapur eher bedeckt (es gibt hier keine Go-Go-Bars) und ist bei weitem keine Touristenattraktion. Please practice safe sex.
Schlafen
Verglichen mit anderen südost-asiatischen Ländern sind Übernachtungsmöglichkeiten in Singapur nicht gerade günstig, da sich jedoch in letzter Zeit die Regierung verstärkt für günstige Hotels und Hostels einsetzt, lässt dies zu hoffen, dass sich die Situation diesbezüglich bald etwas verbessert.
Unter http://www.stayinsingapore.com kann man Hotelzimmer aller Kategorien online buchen.
Günstig
Backpacker-Hostels findet man hauptsächlich in Little India, Bugis und an der East Coast. Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet ungefähr S$20.
Mittel
Mittelklasse-Hotels drängen sich in Geylang, wo sie sich in erster Linie an Kunden richten, die Zimmer stundenweise mieten. Hotels unter S$100 sind zweckmäßig, jedoch einfach eingerichtet, in der Preisklasse von S$100-S$150 findet man aber auch schon einige gehobene Hotels.
- Die Kette Hotel 81 ist auf jeden Fall keine schlechte Option für Backpacker, die gerne etwas mehr für ihre Privatsphäre bezahlen möchten (Zimmer ab S$49).
Gehoben
Singapur bietet jede Menge Luxusunterkünfte, allen voran natürlich das legendäre Raffles Hotel. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei S$200. Wer sich bei diesen Preisen keine Übernachtung leisten kann, sollte aber trotzdem an einem Abend die Bar des Hotels besuchen und dort einen Cocktail zu sich nehmen. Das Ambiente ist beeindruckend und abends gibt es häufiger Live-Musik.
Eine erholsame Alternative ausserhalb des City Centers ist die vorgelagert Insel Sentosa, die mit einer Brücke zu Hauptinsel verbunden ist. Auf Sentosa gibt es zwei excellente Hotels
- The Sentosa [3]: Fünf Sterne, Zimmer ab S$230
- Shangri-La Rasa Resort: Fünf Sterne, Zimmer ab S$250
Lernen
- Die National University of Singapore ist eine der besten Universitäten der Welt und sehr beliebt bei Austauschstudenten. Der Campus befindet sich 12 km außerhalb des Stadtzentrums in Kent Ridge.
- Die Nanyang Technological University ist die zweite Universität von Singapur. Sie gehört zu den besten Universitäten in Südostasien, ist jedoch mehr auf technische Fächer ausgerichtet. Die Universität liegt im Westen von Singapur in Jurong.
- Die Singapore Management University ist die dritte und neueste Universität von Singapur. Seit Juni 2005 hat die Universität ihren Campus von den Botanical Gardens in die Innenstadt verlegt, die angebotenen Fächer gehen alle in Richtung Business und Economics.
Allgemeine Informationen zum Thema findet man unter http://www.singaporeedu.gov.sg.
Arbeiten
Gelegenheitsarbeit ist fast unmöglich, da man eine work permit (WP) oder einen employment pass (EP) braucht, um in Singapur zu arbeiten. Praktisch bedeutet dies, dass man ein konkretes Stellenangebot benötigt, und die betreffende Firma in deinem Namen eine Arbeitserlaubnis beantragt. Mit einer guten Ausbildung und den richtigen Fähigkeiten ist es aber im Allgemeinen nicht schwer, eine Arbeit in Singapur zu finden. Wenn die Beschäftigung jedoch beendet ist, erhält man ein Besuchervisum, das einem nur noch weitere 14 Tage Aufenthalt in Singapur erlaubt, in denen man eine neue Arbeit suchen kann. Auf keinen Fall hingegen sollte man das Visum überziehen, oder ohne die benötigten Papiere arbeiten, da dies in einem kurzen Aufenthalt in einem lokalen Gefängnis endet, mit zusätzlichen Geldstrafen und einer eventuellen Abschiebung. Weitere Informationen erteilt das Ministry of Manpower.
Feiertage
Dank seiner multikulturellen Gesellschaft gibt es in Singapur neben den weltlichen Feiertagen chinesische, muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Feiertage. Viele religiöse Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, so dass die Daten von Jahr zu Jahr variieren. Den genauen Tag kann man zum Beispiel unter http://www.sg/explore/holidays2006.htm nachschauen. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag.
| Termin | Name | Art | Bedeutung |
| 01.01. | Neujahr | weltlich | Begrüßung des neuen Jahres mit Feuerwerken und Sylvesterparties |
| variiert | Hari Raya Pusa | islamisch | Ende des Ramadans |
| Jan/Feb | Chinesisches Neujahr | chinesisch | das größte Fest des Jahres, Feier des neuen Jahres nach dem Mondkalender |
| variiert | Hari Raya Haji | islamisch | Fest zu Ehren der Mekkapilgerer |
| März/April | Karfreitag | christlich | Gedenken an die Kreuzigung Jesu Christi |
| 01.05. | Tag der Arbeit | weltlich | Erinnerung an die Arbeiterbewegung |
| Mai/Juni | Vesak Day | buddhistisch | Geburtstag des Buddha Sakyamuni |
| 09.08. | Nationalfeiertag | weltlich | Erinnerung an die Unabhängigkeit vom 9. August 1965 |
| Okt/Nov | Deepavali | hinduistisch | Triumph des Guten über das Böse |
| 25.12. | Weihnachten | christlich | Geburt Jesu Christi |
Neben diesen offiziellen Feiertagen gibt es im Laufe des Jahres noch zahlreiche andere Feste.
| Termin | Name | Art | Bedeutung |
| Jan/Feb | Ponggal | hinduistisch | tamilisches Erntedankfest |
| Jan/Feb | Thaipusam | hinduistisch | Fest zu Ehren des Hindugottes Subramaniam |
| Jan/Feb | Chingay Parade | chinesisch | Parade auf der Orchard Road zum Abschluss des Chinesischen Neujahrsfestes |
| März/April | Qing Ming Festival | chinesisch | Verehrung der Vorfahren |
| Juni | Drachenbootfestival | chinesisch | Gedenken an die chinesische Dichterin Qu Yuan |
| Aug/Sep | Hungry Ghosts Festival | chinesisch | Besänftigung der bösen Geister |
| September | Mid-Autumn Festival | chinesisch | Fest zu Ehren eines chinesischen Patrioten |
Sicherheit
Singapur gilt als eine der sichersten Städte der Welt. Kriminalität ist nahezu ein Fremdwort hier, da potenzielle Täter durch extrem hohe Strafen abgeschreckt werden. So kann man sich praktisch zu jeder Tageszeit, und an wirklich jedem Ort, völlig ungefährdet aufhalten und bewegen.
Allerdings muss sich auch ein normaler Bürger und Tourist entsprechend der singapurischen Strafgesetzgebung verhalten, und in Singapur sind einige Sachen verboten, die in anderen Ländern toleriert werden. Zum Beispiel ist es in Singapur verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder MRT-Stationen zu Essen oder zu Trinken, die Straße nicht an ausgewiesenen Übergängen zu überqueren, auf die Straße zu spucken oder Müll liegen zu lassen. Daher sollte man auf die ohnehin nicht zu übersehenden "Fine"-Schilder achten und sich entsprechend verhalten, denn bei Verstößen drohen einem nicht unbedeutende Strafen.
Auch wenn es die vielen Regeln und der Singapur-typische Slogan "Singapore is a fine city!" (Spiel mit der Doppelbedeutung von "fine" = "schön" und "fine" = "Strafe") vermuten ließen, sieht man in Singapur recht wenig Polizisten, die das Einhalten der Gesetze kontrollieren. Strafen werden hier hauptsächlich als (in der Tat wirkungsvolle) Präventiv-Maßnahme angesehen, die dafür sorgen, dass Singapur eine sehr sichere und saubere Stadt ist und bleibt.
Drogenverstöße werden in Singapur extrem ernst genommen. Jegliche Art von Drogenhandel, -herstellung, -import oder -export wird mit der Todesstrafe geahndet. Ebenso wird auch schon der Besitz geringer Drogenmengen hart bestraft.
Notfallnummern
- Feuerwehr/Ambulanz: 995
- Polizei: 999
- Samaritans of Singapore (SOS): 1800 221 4444
- Ambulanz (kein Notfall): 1777
- Singapore General Hospital: 6222 3322
Gesund bleiben
Leitungswasser kann in Singapur bedenkenlos getrunken werden, Hygienestandards sind sehr hoch und die ärztliche Versorgung ausgezeichnet.
Also tropisches Land ist Singapur heiß und feucht, und man sollte, um Kreislaufproblemen vorzubeugen, viel Wasser trinken. Die niedrigste Temperatur, die jemals in Singapur gemessen wurde, lag 1934 bei 19,4 Grad Celsius, weshalb man vor allem legere, leichte Baumwollkleidung mitnehmen sollte. Da in vielen Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln Klimaanlagen meist auf sehr kalt eingestellt sind, kann hier ein leichter Pullover sehr nützlich sein.
Malaria ist in Singapur kein Thema, die Region ist jedoch unter Umständen vom Dengue-Fieber bedroht. Daher hält Singapur strikte Moskito-Kontrollen aufrecht (Zurücklassen von abgestandenem Wasser wird mit Geldbußen bestraft), die jedoch natürlich nicht bis in die Naturreservate der Insel reichen, daher kann hier die Verwendung von Insektenschutzmitteln sinnvoll sein.
Klima
Da Singapur fast direkt am Äquator und mitten in den Tropen liegt, ist das Klima eigentlich das ganze Jahr über heiß und schwül, es gibt keine Jahrszeiten wie man sie bei uns kennt und nur geringe Temperaturschwankungen.
Die Tagestemperatur liegt zwischen 23 und 34 Grad Celsius, es werden fast nie Temperaturen außerhalb dieses Intervalls erreicht. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt bei 84%, während langen, starken Regenfällen werden aber auch oftmals 100% erreicht.
Es gibt keine feste Regenzeit, jedoch sind die Monate Dezember und April die regenreichsten, Februar und Juli die trockensten Monate.
Respekt
- Kleidung — beim Besuch von Tempeln und Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein
- Schuhe ausziehen — beim Besuch von Hindu-Tempeln und Moscheen müssen Schuhe ausgezogen werden
- Weitergeben von Essen — indische und muslimische Speisen sollten immer mit der rechten Hand gegessen und gereicht werden
- Trinkgeld — in Restaurants und Taxis ist Trinkgeld nicht üblich, und am Flughafen sogar verboten; lediglich außergewöhnliche Leistungen sollten mit Geld honoriert werden
Kommunizieren
Die internationale Vorwahl von Singapur ist 65.
Es gibt drei große Telefonanbieter in Singapur, die auch das Roaming von deutschen Mobiltelefonen (für GSM-900 oder GSM-1800 Netze) aus ermöglichen.
Es lohnt, wenn man sich bei seinem deutschen Mobilfunkbetreiber über die Preise der verschiedenen singapurischen Anbieter informiert, damit man sich dann in das günstigste Netz einwählen kann.
Öffentliche Telefonzellen sind auf der Insel ebenfalls weit verbreitet. Es gibt Münztelefone (ein 3münitiges Ortsgespräch kostet 10 Cent), Kartentelefone (für die man unter anderem bei der Post Telefonkarten im Wert von 3, 5, 10, 20 oder 50 S$ kaufen kann), oder Kreditkarten-Telefone. Auslandsgespräche können am günstigsten von Kartentelefonen getätigt werden, zumal die meisten Münzsprecher ohnehin nur für Ortsgespräche funktionieren.
Der IDD-Zugangscode ist 001 (für SingTel), 002 (für M1) und 008 (für Star Hub), mittlerweile gibt es aber auch schon zahlreiche Billignummern, über die man sich bei den oben genannten Telefonanbietern erkundigen kann.
Sollte man längere Zeit in Singapur bleiben, und viele Anrufe innerhalb Singapurs tätigen, ist es sinnvoll, eine Prepaid-Karte bei einem lokalen Anbieter zu erwerben, da sie deutlich günstigere Konditionen bieten. Eine SIM-Karte kostet 10-20 S$, ein Innlandsgespräch 5-25 Cent pro Minute und eine SMS ungefähr 5 Cent.
Die singapurische Post arbeitet sehr effizient, es gibt überall kleine oder größere Postämter. Eine Postkarte nach Deutschland kostet 50 Cent, ein normaler Brief muss mit 1 S$ frankiert werden. Die Beförderung nach Europa dauert ungefähr eine Woche, wobei man die Sendungen mit einem Airmail-Aufkleber kennzeichnen sollte. Die Gebühren für andere Postdienste erfährt man bei der SingPost.
Die deutsche Botschaft in Singapur erreicht man unter: 50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623, Tel. 65336002, germany@singnet.com.sg.
Weblinks
- Website der Regierung von Singapur (engl.)
- Singapore Infomap
- die offizielle Seite des Singapore Tourism Boards
- die aktuelle Wetterlage in Singapur
- Botschaft von Singapur in Berlin
- Information des Auswärtigen Amtes über Singapur
